Konzert von Feller & Feller Finale mit der Familie als Höhepunkt
Feller & Feller gaben Weihnachts-Konzert in der Auricher Sparkassenarena. 1700 Zuschauer erleben eine fulminante Show mit besinnlichen, wie kurzweiligen Momenten.
Aurich Vor 15 Jahren startete das Südbrookmerlander Schlager-Duo Feller & Feller eine vorweihnachtliche Konzertreihe und sorgte damit regelmäßig für volle Kirchen. Zur Feier des Jubiläums ging es am vergangenen Samstag ausnahmsweise in die Auricher Sparkassenarena. Und auch die war mit rund 1700 Gästen bestens gefüllt. Das Publikum erlebte eine fulminante Multimedia-Show mit vielen besinnlichen wie kurzweiligen Momenten.
Funktioniert ein Weihnachtskonzert in einer großen Veranstaltungshalle genauso wie in einer Kirche? Das vermochten selbst Hansi und Robert Feller kaum einschätzen. Wohl deshalb ließen sie quasi als seelischen Beistand zunächst Pastorin Andrea Hoogstraat für eine kurze Einführungsrede auf die Bühne. Schließlich ist ihre Victorburer Kirche so ziemlich von Anfang an mit in die Konzertreihe involviert gewesen. Die Pastorin äußerte ebenfalls eine gewisse Skepsis, versuchte jedoch auch, den Protagonisten des Abends Mut zuzusprechen.
Spätestens als sich Feller & Feller kurz darauf singend ihren Weg durch den Zuschauerraum nach vorne bahnten, waren aber jegliche Zweifel schnell verflogen. Mit Titeln wie „Weihnacht in Jerusalem“, „Kinderaugen strahlen so hell“ oder „Maria und Josef“ demonstrierten die zwei im Verlaufe ihres Auftritts eindrucksvoll ihre tiefe innere Überzeugung von der Kraft der Liebe und des christlichen Glaubens. Zwischendurch war bei bekannten Weihnachtsliedern wie „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „Leise rieselt der Schnee“ für das Publikum Mitsingen angesagt. Darüber hinaus präsentierte das Duo ausgewählte Cover-Songs, deren Bandbreite von Nicki („Weil ich noch an Engel glaub“) bis hin zu Leonard Cohen („Hallelujah“) reichte. Und es gab auch das ein oder andere brandneue Stück, zum Beispiel das für ein Weihnachtslied ungewöhnlich schwungvolle „Die letzte Tür vom Kalender“, das Feller & Feller mit dem Berliner Produzenten Norbert Endlich aufgenommen haben.
Hochprofessionelle Arrangements
Überhaupt wirkten die musikalischen Arrangements am Samstag allesamt hochprofessionell und waren dank der exzellenten Beschallung bis in die letzten Reihen gut zu hören, was sicherlich in manchen Kirchen keineswegs immer der Fall ist. Ohnehin hatten Feller & Feller für ihre Show die multimedialen Möglichkeiten der Auricher Sparkassenarena ordentlich ausgereizt. Auf einer riesigen Videoleinwand im Hintergrund jagte praktisch ein Effekt den nächsten, wenn nicht gerade ein Film lief. Im vorderen Bereich der Bühne sprühten wiederholt Funkenfontänen bis fast an Hallendecke ähnlich wie kürzlich beim Auftritt der „Rammstein“-Tribute-Band „Stahlzeit“. Die mit Krippenfiguren, Weihnachtsbäumen und Lichterketten geschmackvoll gestaltete Dekoration war ebenfalls ein absoluter Hingucker. Nichtsdestotrotz hätten sich Feller & Feller beinahe buchstäblich die Show stehlen lassen, als sie dem kleinen Leonhard für das Aufsagen eines Gedichtes eine Tüte mit Schlickersachen als Belohnung versprachen. Der Junge zeigte sich alles andere als scheu und durfte anschließend auf der Bühne mit „In der Weihnachtsbäckerei“ sowie „Oh du fröhliche“ sehr zur Freude des hellauf begeisterten Publikums sogar noch zwei Lieder als „Zugabe“ singen.
Gegen Ende bot das Programm einen noch weiteren emotionalen Höhepunkt als Hansi Feller seine Neffen und Nichten ins Rampenlicht holte, um zusammen mit ihnen das Finale der insgesamt knapp dreistündigen Liveshow einzuläuten und anzustimmen. Mit einem abermals gemeinsam mit dem Publikum gesungenen „Guten Abend, gute Nacht“ und „Stille Nacht“ klang die Veranstaltung dann besinnlich aus.