Schwerin Verstörende Gewaltvideos aufgetaucht: Jugendliche treten brutal auf Jungen am Boden ein
Die Szenen sind kaum zu ertragen: Seit wenigen Tagen verbreitet ein Instagram-Account verstörende Gewaltvideos, die offenbar immer dasselbe Opfer zeigen. Was darüber bekannt ist.
Es sind schockierende Szenen, die sich aktuell im Internet verbreiten. Zu sehen ist eine Gruppe Jugendlicher, die brutal auf einen Jungen einschlagen, ihn am Boden liegend treten. Man hört den Jungen um Hilfe schreien. Doch die Täter lassen nicht ab von ihm. In einer Szene tritt ihm einer der vermummten Jugendlichen gegen den Kopf.
Die Szenen sind Teil eines Videos, das seit wenigen Tagen unter Schülern in Schwerin geteilt wird. Die Gewalt der Gruppe scheint über einen längeren Zeitraum passiert zu sein. Ort und Kleidung der Beteiligten variieren. Augenscheinlich ist es aber immer dasselbe Opfer.
Auch zu sehen ist ein Hochhaus im Schweriner Stadtteil Lankow. Hier soll mindestens einer der brutalen Übergriffe passiert sein. Ob die Jugendlichen auch der nahe gelegenen Regionalschule in Lankow zuzuordnen sind, ist bislang unklar.
Der Polizei ist das Video bereits bekannt, wie auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt wird. Die Tat sei im vergangenen Jahr geschehen, so ein Polizeisprecher. Und: Polizei und Staatsanwaltschaft Schwerin haben offenbar auch die mutmaßlichen Täter schon ermittelt. Strafrechtliche Verfahren laufen aktuell. Zum Stand wurden noch keine Angaben gemacht.
Neu ist, dass das Video nun wieder in Umlauf ist und aktuell in den sozialen Medien verbreitet wird. „Wir machen darauf aufmerksam, dass das Verbreiten von gewaltverherrlichenden Beiträgen eine Straftat ist“, sagt Rainer Autzen, Polizeisprecher in Schwerin.
Laut unseren Informationen wurden die Szenen vor zwei Tagen von einem 14-jährigen Jugendlichen auf der Social-Media-Plattform Instagram geteilt. Mittlerweile wurden die Videos wieder gelöscht, Kopien kursieren aber weiter im Netz. Der 14-Jährige wollte sich noch am Mittwoch der Polizei stellen. Schwerins Polizeisprecher konnte nicht bestätigen, dass eine entsprechende Anzeige bislang aufgenommen wurde.