Delmenhorst Schuss nach Axt-Attacke in Delmenhorst: Staatsanwaltschaft nennt neue Details
Nach dem Axt-Angriff in Delmenhorst vor zwei Wochen sind nun neue Details bekannt. Die Obduktionsergebnisse zeigen, wo der Angreifer getroffen wurde. Was wir wissen.
Nach dem Axt-Angriff im Bahnhofsumfeld Mitte November bringt die Staatsanwaltschaft Oldenburg auf Anfrage dieser Redaktion neue Details ans Licht. Demnach wurde ein einziger Schuss auf den 25-Jährigen, der mit einer Axt an der Straße Am Wehrhahn einen 27-jährigen Polizisten bedroht haben soll, aus der Dienstwaffe des Beamten abgefeuert. Die Kugel habe den Angreifer am Oberkörper getroffen. Seinen Verletzungen ist der 25-Jährige sechs Tage später in einem Krankenhaus erlegen. Damit widerlegt die Staatsanwaltschaft anderslautende Gerüchte aus lokalen Social-Media-Gruppen.
Die Obduktion wurde unmittelbar nach dem Tod des 25-Jährigen durchgeführt. Da das schriftliche Obduktionsergebnis aber noch nicht vorliegt, konnte die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage keine weiteren Details mitteilen.
Derweil wird wegen des Verdachts des Totschlags gegen den Polizisten ermittelt, der auf den Mann geschossen hat. Dies sei ein gängiges Verfahren, hatte die Staatsanwaltschaft bereits erklärt. „In diesem Fall liegt es nahe, zu schauen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Es ist ganz legitim, sich alle Seiten anzuschauen“, sagte Staatsanwalt Matthias Rennecke.
Bevor der Angreifer auf den Polizisten losgegangen war, gab es zunächst einen Streit in einem Mehrfamilienhaus, bei dem eine Person leicht verletzt wurde. Im Anschluss zertrümmerte er mit der Axt ein Auto, das sich auf dem Parkplatz von Bruno Kleine befand.