Spendenaktion Mit der Auricher Drehorgel gegen den Hunger in der Welt
Seit 2014 zieht Heinz-Wilhelm Schnieders mit seiner Drehorgel über die Weihnachtsmärkte der Region. Sein Ziel: Möglichst viele Spenden für Kinder sammeln. Dieses Jahr geht es um ein globales Projekt.
Aurich - Extreme Dürren, Überschwemmungen, Starkregen oder Hagel: Auf allen Kontinenten machen sich die Auswirkungen des Klimawandels bemerkbar. Ganze Ernten werden vernichtet, Hungersnöte bedrohen viele Menschen zum Beispiel in Äthiopien, Bolivien oder Haiti. Der Kampf gegen den Hunger ist ein Projekt der Kindernothilfe in diesem Jahr, für das jeder Euro zählt. Damit besonders viele Spenden zusammenkommen, tritt in Ostfriesland und darüber hinaus wieder Heinz-Wilhelm Schnieders mit seiner Drehorgel an.
Auf den Weihnachtsmärkten der Region ist er in den kommenden Wochen zu finden. Immer donnerstags ist Schnieders in Aurich in der Fußgängerzone, immer montags spielt er in Norden. „Dazu kommen an den Wochenenden die Advents- und Weihnachtsmärkte in Cloppenburg, Clemenswerth und Leer, in der Woche findet man mich vor allem in den Städten Ostfrieslands, aber auch im Emsland oder in Oldenburg“, so Schnieders im Gespräch mit unserer Zeitung.
Jahr für Jahr mehr Spenden gesammelt
Nach dem Ende der Spendenaktion wird der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins (KV) Aurich, Udo Hippen, den Scheck mit der Spendensumme an einen Vertreter der Kindernothilfe überreichen. Denn der KV habe als Organisator des Auricher Weihnachtszaubers die Orgelauftritte unterstützt. Seit 2014 spielt er mit der Drehorgel auf den Märkten. „Das hat sich immer mehr ausgeweitet“, sagt Schnieders. Dementsprechend habe er auch immer mehr Geld an die Kindernothilfe überweisen können. Im vorigen Jahr war es schließlich die Rekordsumme von 5800 Euro.
Um die Unterstützung von missbrauchten Kindern in Brasilien ging es bei dem Projekt der Kindernothilfe 2022. Der Kampf gegen den Hunger in diesem Jahre jedoch ist eine globale Aufgabe. Saatgut für dürreresistente Pflanzen wird zur Verfügung gestellt. Den Bauern werden neue Anbaumethoden beigebracht, mit denen die Pflanzen gegen dürre oder zu viel Feuchtigkeit geschützt werden können. Auch die Installation von Wasserreservoirs oder auch die Unterweisung im Bodenschutz tragen dazu bei, dass die Menschen sich wieder selbst versorgen können. Für jeden Euro, den die Kindernothilfe dabei gibt, kommen drei Euro vom Bundesentwicklungshilfeministerium hinzu.