Veranstaltungen Irritationen über Riepster Lichtermarkt
Der 17. Lichtermarkt in Riepe findet in der kommenden Woche statt. In den sozialen Medien gab es ungewöhnliche Kritik.
Riepe - Seit vielen Jahren veranstaltet die Dorfgemeinschaft Riepe den Lichtermarkt. Am Sonnabend, 9. Dezember, wird es wieder so weit sein. Ab 15 Uhr wird der Lichtermarkt auf dem Dorfplatz in Riepe stattfinden. Dort wurde am Donnerstag bereits der Weihnachtsbaum von der Dorfgemeinschaft aufgestellt. Also alles wie immer? Nein, denn nach der Ankündigung des Lichtermarktes in den sozialen Medien begann eine Diskussion, die es zuvor noch nie gegeben hat: Nutzer nahmen Anstoß an der Bezeichnung „Lichtermarkt“. In Deutschland gehe man immer noch zu einem Weihnachtsmarkt, so der Tenor. Hannes Langer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft und Ortsbürgermeister in Riepe, hat sich die Kommentare alle durchgelesen und versteht die Welt nicht mehr.
„Warum Lichtermarkt? Das ist Blödsinn, das ist und bleibt Weihnachtsmarkt“, so eine Nutzerin bei Facebook unterhalb der Ankündigung. Die Veranstaltung müsse Weihnachtsmarkt oder Adventsmarkt heißen, wie es Tradition sei in der Region. Ein Nutzer kündigte an, dass er den Lichtermarkt nicht besuchen werde. Auf Nachfrage von Langer gibt er an, er würde lieber auf Weihnachtsmärkte gehen. Der Einwand von Langer, dass er einen solchen Markt, nämlich den Lichtermarkt, auch in Riepe fände, kommentiert der Mann nur mit einem kopierten Text: „Fakt ist, wenn ich in einem fremden Land zu Gast bin, dann verhalte ich mich anständig und respektiere die dort herrschenden Sitten und Gebräuche.“
Markt hieß immer „Lichtermarkt“
Offensichtlich sind die Nutzer der sozialen Medien, die solche Kommentare posten, der Ansicht, dass die Riepster aus Rücksicht auf andersgläubige den „Weihnachtsmarkt“ in „Lichtermarkt“ umbenannt hätten. Es wurde gar gefragt, ob man demnächst auch „Lichtermann“ statt „Weihnachtsmann“ sagen müsste.
Im Gespräch mit unserer Zeitung bringt Langer sein Unverständnis zum Eindruck. „Es hieß schon immer Lichtermarkt in Riepe.“ Denn Namensgeber für die Veranstaltung sei nicht zuletzt der Lkw-Korso, der mit vielen Lichtern geschmückt an dem Markt vorbeifahren würde. Den Markt gebe es mit Unterbrechungen seit über 20 Jahren, so Langer. Und er habe nie anders als „Lichtermarkt“ geheißen.
Einige der Kommentare auf der Facebookseite der Dorfgemeinschaft wurden inzwischen von den Verfassern selbst wieder gelöscht, nachdem Riepster sie auf die Herkunft des Namens hingewiesen habe.
Acht Stunden buntes Programm
Nicht bekannt ist, ob auch der Klosterverein Ihlow mit solchen Kommentaren bedacht worden ist. Denn dieser feiert bereits am kommenden Wochenende, 2. und 3. Dezember, seinen traditionellen Lüchtermarkt an der Klosterstätte im Ihlower Forst. An beiden Tagen geht es jeweils um 11 Uhr los. Besonders schön wird es am Abend, wenn die Lichter besonders gut zur Geltung kommen.
In Riepe beginnt der Lichtermarkt am Sonnabend, 9. Dezember, um 15 Uhr. Bis 23 Uhr gibt es ein umfangreiches Programm unter anderem mit dem Posaunenchor Riepe und der Band Adenalin. Einer der Höhepunkte ist sicherlich die Ankunft des Weihnachtsmannes, der mit dem bunt beleuchteten Lkw-Korso in der Dämmerung in Riepe erwartet wird.