Köln  Junge Islamisten sollen Terroranschlag auf Weihnachtsmarkt geplant haben

AFP User
|
Von AFP User
| 29.11.2023 15:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Betonabsperrung vor einem Weihnachtsmarkt: Zwei Jugendliche sind festgenommen worden, weil sie Anschläge geplant haben sollen. Foto: dpa/Heiko Rebsch
Betonabsperrung vor einem Weihnachtsmarkt: Zwei Jugendliche sind festgenommen worden, weil sie Anschläge geplant haben sollen. Foto: dpa/Heiko Rebsch
Artikel teilen:

Zwei Jugendliche sollen einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge geplant haben. Sie gelten als Sympathisanten des Islamischen Staates.

Die Polizei hat einem Medienbericht zufolge zwei junge Islamisten festgenommen, die sich über einen möglichen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge in Köln ausgetauscht haben sollen. Beide sollten noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, berichtete der Westdeutsche Rundfunk (WDR). Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf kündigte für den Lauf des Mittwochnachmittags eine Stellungnahme an.

Dem Bericht zufolge soll ein Jugendlicher in einem in einer Gruppe des sozialen Netzwerks Telegram kursierenden Video zum "Heiligen Krieg" gegen den Westen aufgerufen und einen Terroranschlag in Deutschland für kommenden Freitag angekündigt haben. Dem Bericht zufolge konnte der Verfassungsschutz den Jugendlichen als einen 15 Jahre alten Deutsch-Afghanen aus Burscheid bei Leverkusen identifizieren.

Lesen Sie auch: Verfassungsschutz warnt vor Anschlagsgefahr: „So hoch wie seit langem nicht mehr“

Der Verdächtige soll sich mit einem 16-jährigen Russen aus Wittstock in Brandenburg verabredet und über einen islamistischen Terroranschlag mit Brandsätzen oder einem Kleinlaster auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge in Köln ausgetauscht haben, berichtete der Sender weiter. Die Jugendlichen sollen sich auch über einen konkreten Zeitraum ausgetauscht haben. Auch eine mögliche Ausreise soll eine Option gewesen sein.

Dem Bericht zufolge kamen beide Jugendliche am Dienstag in Gewahrsam. Es werde wegen des Verdachts der Planung der Begehung einer terroristischen Straftat ermittelt. Ob die Verdächtigen Anschläge tatsächlich vorbereitet haben und wenn ja, wie konkret etwaige Pläne waren, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Beide Jugendliche würden als Sympathisanten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat gelten.

Ähnliche Artikel