Traditionsveranstaltung  Hunderte Sänger in Großefehn

Gerd-Arnold Ubben
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Von Gerd-Arnold Ubben
| 12.11.2023 14:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei der Abschlussveranstaltung des Martini-Sternlaufs trafen mehrere Hundert Menschen zusammen. Fotos: Gerd-Arnold Ubben
Bei der Abschlussveranstaltung des Martini-Sternlaufs trafen mehrere Hundert Menschen zusammen. Fotos: Gerd-Arnold Ubben
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Viele Familien kamen zum großen Sternlauf und brachten traditionelle Laternenlieder mit. Doch ein Gerücht trübte die Stimmung etwas.

Leuchtende Augen, selbstgebastelte Laternen und ein Klassiker auf den Lippen: „Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ – so liefen die Kinder beim Martini-Sternlauf durch die Straßen von Ostgroßefehn. Aus vier verschiedenen Richtungen - vom EWE-Gebäude, dem Kindergarten Großefehn, vom AWO Bahnhofsplatz und von der Straße Alter Postweg – hatten sich die teils verkleideten Kinder mit ihren Eltern auf den Weg gemacht, um sich schließlich auf dem Vorplatz von „Redfit“ und „Kik“ zu treffen. Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr Großefehn mit einem großen Aufgebot.

Piet (von links), Teetje, Tjelle und Henry waren mit Begeisterung dabei.
Piet (von links), Teetje, Tjelle und Henry waren mit Begeisterung dabei.

Zusammen mit Schülern der Grundschule Strackholt unter der Leitung von Schulleiter Andreas Moritz wurden Martinilieder gesungen wie „Kommt, wir wollen Laterne laufen“, „Wenn wir Laterne gehen“ oder „Ich gehe mit meiner Laterne“. Danach gab es für die Kleinen eine Tüte mit vielen leckeren Süßigkeiten. Diese hatten Schüler der zehnten Klasse der KGS Großefehn eingepackt. Zudem bekamen die Kinder noch Freikarten für die Karussells auf dem nebenan laufenden Martinimarkt. Schon seit Jahren organisiert der Gewerbeverein Großefehn den Martini-Sternlauf in Ostgroßefehn. Dieses Mal hatten sich laut der Gewerbevereinsvorsitzenden Carmen Kamanczyk mehr als 500 Kinder angemeldet – ob es tatsächlich so viele waren, ist nicht bekannt. Der Platz auf der Abschlussveranstaltung vor Kik war zumindest rappelvoll.

Weihnachtsmarkt fällt wohl aus

Ganz wichtig findet Carmen Kamanczyk, die seit etwas mehr als einem Jahr die neue Vorsitzende des Gewerbevereins Großefehn ist und im vergangenen Jahr bereits den Martini-Sternlauf mit einem großen Helferteam organisierte, dass Traditionen erhalten werden. „Ich bin total angetan, wenn ich die Freude und das Leuchten in den Augen der Kinder sehe. Dann hat sich der ganze Aufwand wieder einmal gelohnt“, sagte die Vereinsvorsitzende ein wenig berührt. Angetan zeigte sich auch Großefehns Bürgermeister Erwin Adams, der sich unter die vielen Kinder gemischt hatte. Für Großefehn sei das eine ganz tolle Sache, dass Ehrenamtliche so etwas auf die Beine stellen würden.

Die Gäste konnten später noch den Martinimarkt besuchen.
Die Gäste konnten später noch den Martinimarkt besuchen.

Ein bisschen Kritik kam von einer Mutter, die den Sternlauf insgesamt zwar lobte, sich aber dennoch etwas mehr Programm wie Kinderschminken oder Lagerfeuer gewünscht hätte. Einen Wermutstropfen gab es dennoch: Ein Gerücht machte während des Umzugs die Runde – der diesjährige Weihnachtsmarkt in Ostgroßefehn wird aller Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden.

Es wird gemunkelt, dass die Absage auf das Fehlen ehrenamtlicher Helfer beruhe. Carmen Kamanczyk wollte dazu momentan nichts sagen. Ihr Gewerbevereinsmitglied Frerich Crämer schränkte ein, es stünde wohl noch nicht endgültig fest. Die Tendenz sei jedoch schlecht, den Weihnachtsmarkt noch auf die Reihe zu bekommen, das sei sehr schade. Ja, es stimme, ihnen würden tatsächlich die Helfer fehlen, sagte Crämer. In dieser Woche käme man noch einmal zusammen, um die Sachlage zu beraten.

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