Berlin  Kindergrundsicherung: Was der Sozialverband Deutschland jetzt fordert

Rena Lehmann
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Von Rena Lehmann
| 09.11.2023 10:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
KINA - Wenig Geld für Schulhefte und Frühstück Foto: Jens Kalaene
KINA - Wenig Geld für Schulhefte und Frühstück Foto: Jens Kalaene
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Die Kindergrundsicherung erreicht den Bundestag - doch Sozialverbände warnen davor, dass die Reform ihre Ziele verfehlen könnte.

Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, hat umfassende Verbesserungen der in erster Lesung in den Bundestag eingebrachten Kindergrundsicherung gefordert. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Engelmeier: „Das aktuell vorliegende Gesetz zur Kindergrundsicherung wird es so noch nicht schaffen, Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und Chancengerechtigkeit herzustellen. Auch das von der FDP angepriesene Ziel einer guten Verwaltungsreform wird nicht erreicht.“ 

Viele verschiedene Ämter wären nach dem vorliegenden Entwurf für die Familien zuständig. „Es wird weder vereinfacht, noch automatisiert ausgezahlt“, kritisiert Engelmeier. Sie appelliere an alle Beteiligten, „die ursprünglichen Ziele der Reform nicht aus dem Blick zu verlieren“. „Wir werden nicht aufhören, uns für eine umfassende und wirkungsvolle Kindergrundsicherung stark zu machen, die ihren Namen auch verdient“, sagte Engelmeier.  Der Bundestag berät nach langem Streit an diesem Donnerstag in erster Lesung über die Kindergrundsicherung. Es gilt in der Ampel-Koalition als zentrales sozialpolitisches Vorhaben. 

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