Fußball-Bezirksliga Wetter bremst Fehntjer Erfolgsserie aus
Seit Wochen wartet der SV Großefehn auf einen Punktspiel-Einsatz. Auch das Spiel gegen Westrhauderfehn steht auf der Kippe.
Aurich – Seit zwei Wochen werden die Fußballspiele in der Bezirksliga nur auf Kunstrasen ausgetragen. Die Vereine ohne künstliches Geläuf leiden nicht nur unter den Spielausfällen, sondern können auf ihren Rasenplätzen noch nicht einmal trainieren. Diese Sorgen kennt auch Bi Le Tran, Trainer des SV Großefehn. Wegen der Umbaumaßnahmen auf der Anlage am Mühlenstadion steht kein Flutlicht zur Verfügung. Gespielt haben die Fehntjer seit vier Wochen nicht mehr. Und das passt dem Trainer gar nicht in den Kram, weil seine Mannschaft in den letzten Spielen von Sieg zu Sieg eilte.
Für das Spitzenspiel am Sonnabend gegen Westrhauderfehn wollten die Fehntjer sogar auf den Auricher Kunstrasen umziehen, doch der Gegner legte sein Veto ein. „Ihr Topstürmer Jannek de Buhr hat sich beim Spiel auf Kunstrasen in Hage das Kreuzband gerissen. Deswegen wollten sie nicht so gerne in Aurich spielen. Wir wollten unbedingt spielen, aber wir können sie nicht zwingen“, sagt Le Tran.
Platzbegehung soll Entscheidung bringen
Noch besteht eine Hoffnung, dass die Partie heute um 14 Uhr doch noch im Mühlenstadion ausgetragen werden kann. Nach Aussagen des Trainers wollen die SVG-Verantwortlichen nach einer Platzbegehung eine Entscheidung treffen. Le Tran möchte unbedingt spielen und den Lauf fortsetzen. „Nächste Woche sind wir dann spielfrei und hätten dann fünf Wochen kein Punktspiel mehr gehabt“, so der Trainer des SV Großefehn.
Von elf Spielen haben die Fehntjer acht gewonnen – für den ehrgeizigen Trainer ist aber noch Luft nach oben. „Wir haben auch acht Punkte verloren. Besonders ärgerlich waren das Unentschieden gegen Strudden und die Niederlage gegen Borssum“, sagt Le Tran. Nach der sehr guten Vorbereitung, die Großefehn mit der Final-Teilnahme im Ostfriesland-Pokal krönte, sieht Le Tran seine Spieler auf dem Feld noch nicht ganz bei 100 Prozent. Um die ambitionierten Ziele zu verwirklichen, sei aber noch genug Zeit.
Westrhauderfehn muss den monatelangen Ausfall des Torjägers verkraften, bei Germania Leer haben sich Späher höherklassiger Vereine die moldawischen Spieler der Leeraner angeschaut – Winterabgänge sind dort nicht auszuschließen. „Wir wollen oben dranbleiben“, verspricht der Trainer des SV Großefehn.
Kein Tausch des Heimrechts
Die Pfützen auf den „natürlichen“ Spielfeldern Ostfrieslands werden am Wochenende wohl für weitere Ausfälle sorgen. So sind die Partien zwischen Middels und dem TuS Strudden sowie Wiesmoor gegen den SV Jheringsfehn und Germania Leer und Wallinghausen stark gefährdet.
Die Sportvereinigung Aurich müsste am Sonntag in Bunde antreten. Die Gastgeber haben bereits am Dienstag ihr Heimspiel gegen Hinte abgesagt, eine Austragung des Spiels am Sonntag erscheint unwahrscheinlich. Die Auricher werden wohl kein gesteigertes Interesse haben, das Heimrecht zu tauschen und auf Kunstrasen zu spielen, weil in der Rückrunde dann viele Auswärtsspiele auf die Fußballer vom Ellernfeld warten würden.
Falls es auf dem tiefen Boden in Bunde doch geht, stellt sich für die Spieler der Sportvereinigung die Frage, wie Torjäger Eike-Tjark Schmidt erfolgreich bekämpft werden kann.
Die Zahlen des treffsicheren Stürmers sprechen für sich: 17 Tore in elf Spielen. SpVg-Trainer Uwe Fischer hat zu seiner aktiven Zeit vielen Mittelstürmern das Leben schwer gemacht. „Vielleicht wird es Zeit für eine Reaktivierung“, sagt Fischer mit einem Augenzwinkern.