Ehrung für Kommunalpolitiker Alfred Meyer hat Wiesmoor „einen Stempel aufgedrückt“
Er war nicht nur 13 Jahre lang hauptamtlicher Bürgermeister der Blütenstadt, sondern auch Motivator und „Menschenfänger“ in vielen Vereinen. Nun bekam Alfred Meyer das Bundesverdienstkreuz überreicht.
Wiesmoor - „Alfred Meyer hat Wiesmoor einen Stempel aufgedrückt“, sagte der Auricher Landrat Olaf Meinen, als er den ehemaligen Wiesmoorer Bürgermeister mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ehrte. Dass es keine gewöhnliche Ordensverleihung werden sollte, machte Meinen, der das Verdienstkreuz stellvertretend für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte, in seiner Rede im Wiesmoorer Moorkolonat deutlich.
„Normalerweise würde ich jetzt all die Stationen in Alfred Meyers Leben aufzählen, in denen er sich um die Allgemeinheit verdient gemacht hat. Aber dies würde schlicht und ergreifend den Rahmen sprengen. Allein in seinem Heimatortsteil Mullberg gab und gibt es wahrscheinlich keinen Verein und keine Institution, wo er nicht mitgewirkt und seine Spuren hinterlassen hat“, sagte Meinen.
Wichtiger Macher des Blütenfestes
Einige wichtige zählte der Landrat laut einer Mitteilung des Kreises doch auf: So war Meyer unter anderem von 1998 bis 2001 ehrenamtlicher und anschließend 13 Jahre lang hauptamtlicher Bürgermeister von Wiesmoor, ein „Kommunalpolitiker mit Leib und Seele“, war und ist Vorsitzender verschiedener Vereine, Institutionen und Gremien in der Stadt und dem Kreis, darunter die Niederdeutsche Bühne, die Dorfgemeinschaft Mullberg und der Förderverein der „MS Wiesmoor“.
Seit seinem 16. Lebensjahr wirkte Meyer beim Wiesmoorer Blütenfest mit, mehr als 20 Jahre davon als Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins, der die Großveranstaltung jährlich ausrichtet. „Du hast wesentlich dazu beigetragen, dass das Blütenfest das ist, was es heute ist“, sagte Meinen, auch, da Meyer als Motivator und „Menschenfänger“, wie Meinen es nannte, für die zahlreichen Ehrenamtlichen dient, ohne die das Fest nicht möglich sei. „Du hast es immer verstanden, Menschen zu begeistern und zu verbinden, Schaffen zu bündeln, Synergien zu schaffen, zusammenzuschweißen“, sagte Meinen.
„Lametta-Orden“ für „Lüttje Meyer“
Wiesmoors Bürgermeister Sven Lübbers bezeichnete Meyer als eine Person, die nicht nur das Herz am rechten Fleck, sondern insbesondere die Stadt Wiesmoor in seinem Herzen trage. Meyer habe „Wiesmoor auf so viele verschiedene Arten geprägt, dass es schwerfällt, alle seine Verdienste in Worte zu fassen“, sagte Lübbers.
Auf Plattdeutsch, gespickt mit kleinen Anekdoten, stellte Meyer in seiner Dankesrede zunächst die Gäste vor, die ihn während der letzten Jahrzehnte begleitet hatten. „Besten Dank an alle, die mich auf diesem Weg unterstützt haben, die mir dabei geholfen haben, dass ich heute so einen ,Lametta-Orden‘ bekommen habe. Und zwar nicht irgendeinen, sondern die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik. Und wenn der es bis nach Wiesmoor geschafft hat und ,Lüttje Meyer‘ den auch noch bekommen hat, dann können wir, glaube ich, ganz zufrieden sein.“