Hamburg  Nachrichten statt „Sportschau“: Jessy Wellmer moderiert am Montag zum ersten Mal die „Tagesthemen“

Sebastian Lohse
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Von Sebastian Lohse
| 30.10.2023 10:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Jessy Wellmer ist ab sofort neue „Tagesthemen“-Sprecherin bei der ARD. Foto: Henrik Lüders/NDR/dpa
Jessy Wellmer ist ab sofort neue „Tagesthemen“-Sprecherin bei der ARD. Foto: Henrik Lüders/NDR/dpa
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Ab diesem Montag gehört Moderatorin Jessy Wellmer fest zum Team der ARD-„Tagesthemen“. Warum sie sich darüber freut und was sie bisher gemacht hat.

Von der „Sportschau“ zu den Nachrichten: Moderatorin Jessy Wellmer (43) hat an diesem Montag (30. Oktober 2023) ihren ersten Auftritt bei den „Tagesthemen“. Um 22.15 Uhr beginnt ihre erste Sendung, die sie live aus Hamburg moderieren wird.

Sie folgt auf Caren Miosga (54), die die Talkrunde von Anne Will (57) im kommenden Jahr übernehmen wird. Jessy Wellmer wird dann im Wechsel mit Ingo Zamperoni (49) und Aline Abboud (35) regelmäßig im „Tagesschau“-Ableger zu sehen sein.

Jessy Wellmer war bisher eher sportlich in der ARD unterwegs. Nach ihrem Volontariat begann sie ihre Karriere beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und übernahm 2009 die Sportberichterstattung im „ZDF-Morgenmagazin“. Zuletzt berichtete sich beispielsweise neben Bastian Schweinsteiger (39) live von Fußballspielen der Nationalmannschaft oder des DFB-Pokals und führte bei den Olympischen Spielen 2022 durchs Programm.

Über ihre neue Rolle freut sie sich. „Ich wollte schon als Volontärin beim rbb eigentlich in die Politik. Ich bin eher durch Zufall beim Sport gelandet“, sagt sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Abschiedsritual fürs Ende der Sendung hat sie sich bisher noch nicht überlegt. „Aber wenn mir irgendwann so ein Zamperoni- oder Wickert-Schlusssatz ein- oder zufällt, dann bringe ich den vielleicht“, so Wellmer weiter.

Die studierte Journalistin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin. Neben dem Sport beschäftigte sie sich auch mit dem Thema „Ost und West“, vor allem aus Sicht der Ostdeutschen.

Ihre beiden Reportagen „Russland, Putin und wir Ostdeutsche“ und „Hört uns zu! Wir Ostdeutsche und der Westen“ wurden 2022 und 2023 im Ersten ausgestrahlt. Darin setzt sie sich mit ostdeutscher Identität auseinander, auch mit ihrer eigenen.

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