Neubaugebiet in Riepe  Erste Spatenstiche ab Frühsommer möglich

Christin Wetzel
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Von Christin Wetzel
| 21.10.2023 13:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Blick auf das neue Baugebiet in Riepe. Die großen Hallen und so mancher Sandhaufen kündet von der Erschließung. Foto: Romuald Banik
Blick auf das neue Baugebiet in Riepe. Die großen Hallen und so mancher Sandhaufen kündet von der Erschließung. Foto: Romuald Banik
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Es tut sich was im Neubaugebiet in Riepe. In der Ihlower Gemeinde wird derzeit die Fläche an der Fennenstraße erschlossen. Damit hat nicht nur für die Gemeinde das jahrelange Warten ein Ende.

Riepe - Von der Grundschule Riepe aus ist es schon zu sehen: Das Neubaugebiet in Riepe an der Fennenstraße. Große Hallen sind dort auf der ebenen Fläche aufgebaut. Holzpfosten mit pinken Spitzen stecken bereits die Grundstücke ab. Alles steht auf Anfang in dem Baugebiet. Auf dieses hatten die Riepster so lange gewartet. Nun hat die Gemeinde über ihre Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft (Edi) Ihlow das Baugebiet vermarktet. Die Erschließung ist derzeit in vollem Gange. Mit einem Baustart ab dem Frühsommer nächstes Jahr ist zu rechnen. Das bestätigt Edi-Geschäftsführer Ulrich Kubatschek auf Nachfrage.

Bereits zwei Drittel der Grundstücke sind derzeit reserviert. Aus 42 Bauplätzen können die Interessenten wählen. „Mit dem Interesse sind wir sehr zufrieden“, sagt Kubatschek. Das kommt nicht von ungefähr. Denn schon 2016 hieß es, dass ein neues Baugebiet in das große Ihlower Dorf kommen soll. Darauf hatten zu dem Zeitpunkt die Riepster schon 20 Jahre lang gewartet. Doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Die Gemeinde hatte damals noch mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) für die Erschließung zusammenarbeiten wollen. Erst sollten genug Interessenten gefunden werden, dann sollte es losgehen, hieß es.

70 Interessenten warten auf ein Grundstück

An der Zahl der Interessenten hat es nicht gemangelt, dass ein Baugebiet entsteht. Trotzdem kam es nicht zustande. Die Interessenten haben außerdem Geduld bewiesen. 70 Interessenten hätten sich um einen der 42 Bauplätze im neuen Baugebiet beworben, so Kubatschek. Mit einem Großteil davon konnten bereits Gespräche geführt werden. Etwa 80 Prozent der Reservierungen stammen laut Kubatschek von Einheimischen. Der Bedarf an Bauland war also auch nach so vielen Jahren in Riepe ungebrochen.

Bei der Vergabe der Bauplätze werden außerdem bewusst größere Unternehmen als Grundstückskäufer außen vorgelassen, so der Edi-Geschäftsführer. So gehen die Bauplätze an Privatpersonen. Erlaubt sind laut Bauleitplan außerdem nur Einzelhäuser mit maximal zwei Wohnungen und Doppelhäuser. Die Größen der Bauplätze reichen von 600 bis 1100 Quadratmeter. 112 Euro kostet dabei der Quadratmeter – voll erschlossen. Die Gestaltung der Häuser beschränkt sich dabei auf recht typisch ostfriesische Bauformen. Ein Beispiel: Es wird vorgegeben, dass die Farbe der Dachziegel einen Rot-, Braun- oder Anthrazitton haben muss. Blaue Dachziegel oder gemusterte Pfannen, wie sie etwa in Ihlowerfehn teils zu sehen sind, wird es hier also nicht geben.

Das Baugebiet liegt zwar an der Fennenstraße, die Zufahrt mit dem Auto erfolgt aber über die Straße „Fennenweg“. Ein Fußweg soll von der Fennenstraße abführen. So ist auch die gegenüberliegende Grundschule vom neuen Baugebiet aus gut erreichbar.

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