Planung bis 2030  Aurich will 15 Millionen Euro Fördergelder vom Bund

| | 20.10.2023 15:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mehr als elf Millionen Euro bekam die Stadt Aurich vom Bund für die Sanierung der historischen Altstadt. Foto: Heino Hermanns
Mehr als elf Millionen Euro bekam die Stadt Aurich vom Bund für die Sanierung der historischen Altstadt. Foto: Heino Hermanns
Artikel teilen:

Ohne Zuschuss sind viele Projekte für die Kommunen nicht mehr zu bezahlen. Alleine für die Sanierung der historischen Altstadt erhielt Aurich mehr als elf Millionen Euro.

Aurich - In den kommenden sieben Jahren will die Stadt Aurich ganze 15 Millionen Euro an Fördergeldern vom Bund einstreichen. So ist zumindest der Plan der Kommune, wie Stadtsprecher Johann Stromann auf Nachfrage mitteilte. Dieses Geld sei für mehrere Maßnahmen bestimmt. Konkreter wollte er diesbezüglich noch nicht werden. Ob der Plan so aufgeht, steht in den Sternen. Zumindest in den vergangenen Jahren war Aurich bei den Bundesförderungen sehr erfolgreich.

Innerhalb der vergangenen drei Jahre konnte die Stadt 6,582 Millionen Euro vom Bund einstreichen. Damit liegt Aurich etwas hinter der benachbarten und deutlich kleineren Stadt Norden. Wie berichtet, bekam Norden in den vergangenen drei Jahren rund sieben Millionen Euro Fördergelder vom Bund – für den Anbau der Stadtbibliothek, den Umbau der Gedenkstätte Tidofeld und den Neubau des Norddeicher Freibades. Ohne die Zuschüsse des Bundes wären diese Projekte für die Kommunen nicht zu bezahlen.

Geld für Kunstschulumzug und Klimaschutzmanager

In Aurich verteilten sich die Summen auf zahlreiche Einzelmaßnahmen. So wurden im Jahr 2020 1,68 Millionen für die Zusammenlegung von Kunstschule und Mach-Mit-Museum zur Verfügung gestellt. Außerdem flossen rund 550.000 Euro in die Sanierung der historischen Altstadt. Zusätzlich gab es Geld aus Berlin für ein sogenanntes Abbiege-Assistenzsystem. Damit wurden laut Stromann die Fahrzeuge des Auricher Betriebshofes und der insgesamt zehn Feuerwehren ausgestattet. Auch für den Klimaschutzmanager gab es Geld. Insgesamt gab es im Jahr 2020 vom Bund 1,799 Millionen Euro, sagte Stromann.

Im Jahr 2021 flossen die Zuschüsse aus Berlin vor allem in den Ausbau des Ems-Jade-Radweges (875.000 Euro) und in den Ausbau des Ostfriesland Wanderweges (1,593 Millionen Euro). Insgesamt waren es im Jahr 2021 demnach 2,467 Millionen Euro, die vom Bund in die Stadt Aurich flossen.

Insgesamt 11,303 Millionen für die Altstadtsanierung

Im vergangenen Jahr wurde laut Stadtverwaltung eine weitere Tranche für die Altstadtsanierung ausgezahlt. Im Jahr 2022 waren das 1,3 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sind vom Bund sowohl Anschlussmittel für den Klimaschutzmanager zur Verfügung gestellt worden, als auch weitere 875.000 Euro für die Sanierung der historischen Altstadt. Insgesamt flossen bisher 1,015 Millionen Euro von Berlin nach Aurich.

Zwar hat die Stadt Aurich in den vergangenen drei Jahren zwar etwas weniger Fördergeld aus Berlin bekommen, als die Nachbarstadt Norden. Insgesamt stehe Aurich aber im Vergleich sehr gut da, so Stromann. Er verwies auf die Gesamtsumme von 11,303 Millionen Euro, die die Stadt Aurich in den Jahren 2006 bis 2023 allein für die Sanierung der historischen Altstadt bekommen hat. Grundsätzlich werde bei jedem anstehenden oder laufenden Projekt überprüft, ob Fördertöpfe zur Verfügung stehen. Ob eine Kommune das Geld tatsächlich auch bekommt, stehe eigentlich erst dann fest, wenn die Summe überwiesen ist, so Stromann. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine Begebenheit aus dem Jahr 1989. Damals hatte die Stadt Aurich bereits die Zusage für die Fördermittel vom Bund zum Bau der Tiefgarage unter dem Marktplatz. Doch dann kamen die Wende und die Wiedervereinigung und schon seien die bereits zugesagten Fördermittel wieder weggewesen, erzählte Stromann.

Ähnliche Artikel