Gefahr für Kinder  Scherben auf Fußballplatz und im Sandkasten in Walle

Lasse Paulsen
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Von Lasse Paulsen
| 15.10.2023 10:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
So könnte es im Sandkasten der Wallster Grundschule ausgesehen haben. Foto: Markus Scholz
So könnte es im Sandkasten der Wallster Grundschule ausgesehen haben. Foto: Markus Scholz
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Eine Gefahr für Kinderfinger lauert regelmäßig auf dem Gelände der Wallster Grundschule und der näheren Umgebung. Auf dem Gelände liegen häufig Glasscherben, weil Jugendliche dort randalieren.

Walle - Schule, Kindergarten und Vereinsheim in Walle haben immer häufiger mit Einbrüchen, Sachbeschädigung und Verschmutzung zu kämpfen. Betroffene und Politik sind sich einig – eine Lösung muss gefunden werden. Lars Schepker, Vorsitzender des SV Komet Walle beobachtet das schon lange. Auf dem Fußballplatz und auch auf dem dortigen kleineren Kunstrasenplatz habe er schon häufiger Scherben finden können. „Aber auch im Sandkasten der Schule konnten wir schon Scherben finden“, so Schepker. Er stehe in engem Kontakt mit dem Hausmeister der Grundschule. Beide stehen hinter der Forderung einer zeitlich eingegrenzten Videoüberwachung. „Wenn ab 22 Uhr Kameras das Gelände überwachen, werden keine Kinder gefilmt. Nur Personen, die unbefugt das Gelände betreten, werden dann aufgenommen“, so Schepker. Die Forderungen nach Videoüberwachung kommen nicht unbegründet. Bei einem der Polizeieinsätze wegen Einbruchs in das Vereinsheim habe einer der Polizisten Schepker dazu geraten. „Die Polizei sagt, dass eine Strafverfolgung damit viel einfacher sei“, erklärt Schepker den Wunsch nach Kameras. Momentan sei der Hausmeister der Grundschule ständig im Einsatz, damit möglichst alle Scherben und Schäden zum täglichen Schulbeginn beseitigt sind.

Wallster Ortsrat fordert Videoüberwachung

Auch Monika Gronewold, Vorsitzende des Ortsrates Walle, ist für eine Videoüberwachung. „Probleme mit Vandalismus gibt es an den meisten Grundschulen“, so Gronewold. Doch in Walle sei das Problem extrem. Einmal hätten Personen Gegenstände angezündet und versucht auf das Dach der Grundschule zu werfen. Die herumliegenden Glasscherben seien auch nicht nur in Walle ein Problem. Sie sei bereits bei mehreren Grundschulen gewesen und habe die Beschwerden der Schulleitungen mitbekommen. An einer der Grundschulen habe sogar in der Vergangenheit jemand seine Notdurft in die Ecke eines Einganges gemacht.

Dieses Schild vor der Grundschule weist Besucher auf die Regeln der Geländenutzung hin. Foto: Lasse Paulsen
Dieses Schild vor der Grundschule weist Besucher auf die Regeln der Geländenutzung hin. Foto: Lasse Paulsen

Sie und der Ortsrat Walle beantragten bereits vor mehreren Jahren eine Videoüberwachung, sagt Gronewold. Der Verweigerungsgrund Datenschutz sei nur vorgeschoben, erklärt sie. Ihr seien Videoüberwachungen an anderen Schulen bekannt. Deshalb liege die Vermutung nahe, dass finanzielle Gründe dahinterstecken könnten. „Die Aufnahmen können ja automatisch gelöscht werden, wenn nichts passiert. Aber sollte doch etwas geschehen, wäre es gut, eine Aufnahme davon zu haben.“ Eine „sporadische“ Lösung solle vorerst ein Wachdienst sein, der an Wochenenden an zufälligen Zeitpunkten auf dem Gelände vorbeischaut. Diesen habe es in der Vergangenheit bereits gegeben. „Der Wachdienst macht die Leute, die dort sind, dann erstmal kurzzeitig dingfest“, so Gronewold.

Doch die immer wiederkehrenden Scherben im Sandkasten und auf den Fußballplätzen verschwinden deshalb nicht. Eine Alternative sei auch eine bessere Absicherung des Geländes, beispielsweise durch einen Zaun. Am Mittwoch, 18. Oktober, schaut die Vorsitzende des Ortsrates Walle sich die Umstände vor Ort noch einmal genauer an. Sie will sich danach weiter für die Installation von Kameras oder anderen Lösungen für das Problem auf dem Gelände einsetzen.

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