Debatte über Veranstaltungen  Neue Arbeitsgruppe für Feste in Aurich geplant

Marian Bornemann
|
Von Marian Bornemann
| 12.10.2023 12:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Auricher Weihnachtszauber ist alljährlich ein Anziehungspunkt für die Massen. Foto: Stephan Friedrichs
Der Auricher Weihnachtszauber ist alljährlich ein Anziehungspunkt für die Massen. Foto: Stephan Friedrichs
Artikel teilen:

Die Grünen wollen Ausgaben beim Weihnachtsmarkt kürzen. Der Vorsitzende der Kaufleute, Udo Hippen, nahm dazu im Kulturausschuss Stellung. Nun sollen alle Beteiligten an einen Tisch.

Aurich - In der Stadt Aurich soll eine neue Arbeitsgruppe zum Thema Feste eingerichtet werden. Ein entsprechender Vorschlag von Ratsfrau Gila Altmann (Grüne) fand am Mittwoch im Kulturausschuss allgemeine Zustimmung.

Dem ging ein Missverständnis voran, das für Diskussionen sorgte. Anlass war ein Vorschlag der Gruppe SPD/GAP. Diese hatte bereits Anfang der Woche ein Papier mit der Forderung veröffentlicht, dass es mehr Feste in der Auricher Innenstadt geben soll. Neben neuen Veranstaltungen wie einem Handwerkermarkt sollen beispielsweise das Fest der Kulturen oder der „Sommer am Wall“ wiederbelebt werden. Parallel dazu hatten die Grünen beantragt, die städtischen Kosten für den Weihnachtsmarkt in Aurich zu kürzen.

Rudolph: „Das ist doch gar nicht Thema dieser Sitzung“

Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV), war für diese Diskussion in den Ausschuss gekommen. Er nahm den Antrag der Grünen zum Anlass, über den Auricher „Weihnachtszauber“ zu berichten. Es müsse in Sachen Kosten zwischen dem städtischen und dem kaufmännischen „Weihnachtszauber“ trotz Überschneidungen unterschieden werden. Der Markt werde vor allem durch die Auricher Kaufleute getragen. Die Stadt beteilige sich durch Dienstleistungen wie den Aufbau durch den Betriebshof. Zu den städtischen Kosten würde unter anderem die festliche Straßenbeleuchtung gehören, die nicht mit dem Weihnachtsmarkt zusammenhängt. Hippen betonte die Bedeutung des Weihnachtsmarktes für den Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie in Aurich.

Mitten in der Rede unterbrach ihn Volker Rudolph (GAP): „Das ist doch gar nicht das Thema dieser Sitzung.“ Es gehe nicht darum, Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt in Frage zu stellen. Rudolph nahm Bezug auf den Vorschlag seiner Partei und der SPD und sagte, es sollen stattdessen kleinere Veranstaltungen in Aurich in den Vordergrund der Diskussion gestellt werden.

Idee für Arbeitsgruppe findet Anklang

Reinhard Warmulla (Linke) plädierte für mehr Veranstaltungen auf dem Marktplatz. Hippen entgegnete, dass derzeit einmal pro Monat eine Veranstaltung auf dem Marktplatz stattfinde. Gila Altmann griff indirekt den Antrag ihrer Partei auf und sagte, dass mehr Feste auch mehr Personal benötigen. Dafür sei es wichtig, eine Übersicht über die städtischen Kosten zu bekommen. Sie schlug daher die Bildung einer eigenen Arbeitsgruppe für Feste in Aurich vor.

Dafür bekam sie Zustimmung von Sarah Buss (FDP). Sie kritisierte die Unterbrechung der Ausführungen von Udo Hippen durch Rudolph: „Ich finde den Umgang mit unseren Gästen unmöglich.“ Sie betonte, dass es sich bei dem Tagespunkt um eine offene Diskussion handele. Warmulla unterstützte Idee Altmanns ebenfalls und wies auf die Existenz einer vergleichbaren Gruppe in Leer hin.

Sitzung wird vertagt

Fachbereichsleiterin Sandra Grau von der Stadtverwaltung bezog sich auch auf die Reaktion Rudolphs. Die Hitzigkeit habe auf einem Missverständnis beruht. Hippen habe Bezug auf den Antrag der Grünen und nicht auf den Vorschlag von SPD und GAP genommen.

Einigkeit herrschte über den Vorschlag Altmanns, eine eigene Arbeitsgruppe zu gründen. Zur nächsten Sitzung am Dienstag, 24. Oktober, soll ein entsprechender Antrag ausformuliert werden. Abschließend schlug Rudolph vor, die verbleibenden Sitzungspunkte zu vertagen. Die Diskussion habe länger gedauert als erwartet.

Ähnliche Artikel