Berlin  Rapperin Nura bei „Late Night Berlin“ ausgeladen – Palästina-Post als Grund?

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 09.10.2023 18:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Rapperin Nura hatte am Sonntag mit einem Palästina-Post für Kritik gesorgt. Foto: dpa/Sebastian Willnow
Die Rapperin Nura hatte am Sonntag mit einem Palästina-Post für Kritik gesorgt. Foto: dpa/Sebastian Willnow
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Eigentlich sollte die Rapperin Nura am Dienstag in der Pro-Sieben-Sendung „Late Night Berlin“ zu Gast sein. Doch nun hat der Sender die Künstlerin wieder ausgeladen. Grund könnte eine pro-palästinensischer Post sein, den sie bei Instagram veröffentlicht hatte.

Die Rapperin Nura wird am Dienstag nicht wie geplant in der Sendung „Late Night Berlin“ zu Gast sein. Das teilte der ausstrahlende Sender Pro Sieben in einem Statement mit. Die Musikerin hatte am Sonntag eine Aufnahme auf ihrem Instagram-Account gepostet, die sie zusammen mit anderen Menschen vor einem Plakat mit dem Slogan „Free Palestine“ (deutsch: Freiheit für Palästina) zeigt.

Nura hatte den Post als Werbung für ihr neues Lied „Fubu“ gekennzeichnet, dennoch machte sich unter vielen Followern Unmut breit, hatte die Hamas doch erst am Samstag einen überraschenden Angriff auf Israel gestartet.

Ob die Rapperin deshalb bei der Sendung mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf ausgeladen wurde, ist allerdings unklar. Gegenüber dem „Spiegel“ erklärte Pro Sieben lediglich: „Nura ist Dienstag nicht zu Gast bei ‚Late Night Berlin‘.“ Weitere Details wurden seitens des Fernsehsenders nicht genannt.

Dagegen äußerte sich Nura am Montagnachmittag erneut über ihren Instagram-Account. Dort schrieb sie, dass sie, wenn sie Menschen leiden sehe, keinen Unterschied mache, „welche Herkunft, welche Sexualität oder welche Religion diese Personen haben.“

Weiterlesen: Wie die Hamas das „Tribe of Nova“-Festival angegriffen haben

Krieg sei nie eine Lösung, sie stehe nicht als Befürworterin der Geschehnisse. „Trotzdem tut es mir leid, wenn ich jemanden, der betroffen ist, damit [mit dem Posting, Anm. d. Red.] verletzt habe.“ Zudem verwies sie darauf, dass das Video vor dem Angriff entstanden und erschienen sei.

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