Windenergie  Gemeinde Upgant-Schott sagt Nein zu Windrädern

| | 03.10.2023 18:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Brookmerlands bislang einziger Windpark steht in der Gemeinde Osteel. Foto: Thomas Dirks
Brookmerlands bislang einziger Windpark steht in der Gemeinde Osteel. Foto: Thomas Dirks
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Upgant-Schott versagt geplantem Projekt mit mehreren Anlagen das Einvernehmen. Wie darauf der Sprecher der Investoren reagiert.

Upgant-Schott - Nein zu einem geplanten Windpark zwischen Upgant-Schott und Wirdum hat die Gemeinde Upgant-Schott gesagt. Im Genehmigungsverfahren ist mit ihrem Einverständnis nicht zu rechnen. In der vergangenen Woche hat der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss (VA) das gemeindliche Einvernehmen versagt. Das teilte Upgant-Schotts Bürgermeister Günter Winter (SPD) auf ON-Anfrage mit. „Wir lehnen den Antrag ab“, sagte er. Der Ausschuss sei damit einer Empfehlung der Gemeindeverwaltung gefolgt, hieß es. Winter begründete die Ablehnung mit den zu geringen Abständen der geplanten Windkraftanlagen zu umliegenden Wohngebäuden.

Sechs Windräder

Wie berichtet, plant die „Windmüller Upgant-Schott“ GmbH sechs Windräder an der Grenze zwischen Wirdum und Upgant-Schott. Die Windmüller Upgant-Schott GmbH ist nach Angaben des Geschäftsführers Peter Peters ein Zusammenschluss von großteils hiesigen Landwirten, die zusammen mit Landpächtern aus dem Bereich den kleinen Windpark planen. Ihnen gehören die Flächen auch – beziehungsweise sie sind die Bewirtschafter.

Gebaut werden sollen die Windräder auf der Upgant-Schottjer Seite der Gemeindegrenze. Dort gibt es bereits einige einzelne Windkraftanlagen. Die Fläche liegt grob gesprochen zwischen der Wirdumer Straße (L 26) im Süden und der Schoonorther Kreisstraße im Norden sowie der Gemeindegrenze zwischen Wirdum und Upgant-Schott im Westen und dem Feldweg etwa auf Höhe der Bushaltestelle Upganter Meeden im Osten. Von diesem Areal gehört aber nur ein Teil zum geplanten Windpark-Gelände.

Anlagen von Enercon

Das Gebiet liegt laut Peters in einem der Bereiche, die im Brookmerland als sogenannte Potenzialflächen ausgewiesen werden. Laut Peters hatten die Gesellschafter sich diese Fläche schon vor Jahren ausgesucht, weil sie von den Siedlungen in Wirdum sowie Upgant-Schott und Marienhafe weit entfernt liegt.

Die Windmüller Upgant-Schott GmbH wurde laut Peters bereits 2011 gegründet und hat 16 Gesellschafter. Sie haben sich für sechs Windkraftanlagen der Auricher Firma Enercon entschieden. Und zwar für sechs E 70-Anlagen E4 mit einer Nabenhöhe von 64 Metern, einer Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze von 99,5 Metern und einer Kapazität von jeweils 2300 Kilowatt.

Den aktuellen VA-Beschluss aus Upgant-Schott wollte Peters nicht kommentieren. Er erfuhr davon scheinbar erst durch die ON und zeigte sich entsprechend überrascht. Er wolle sich zunächst mit den anderen Gesellschaftern besprechen. „Wir warten ab, was kommt“, sagte Peters.

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