Fußball-Ostfrieslandklasse A  Ihlow gibt nach der Heimpleite die passende Antwort

Wilfried Gronewold
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Von Wilfried Gronewold
| 03.10.2023 07:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Ihlower Trainer Jannik Swieter und Markus Einnolf. Foto: Wilfried Gronewold
Die Ihlower Trainer Jannik Swieter und Markus Einnolf. Foto: Wilfried Gronewold
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Eintracht gewinnt in der Ostfrieslandklasse A ersatzgeschwächt mit 2:0 in Arle. Auch Plaggenburg und Westerende überzeugten.

Aurich - In der Ostfrieslandklasse A siegte Plaggenburg deutlich gegen Wittmund und Ihlow antwortete mit einem Auswärtssieg auf die Heimpleite der Vorwoche. Während Großefehn in Leezdorf Zählbares deutlich verpasste, war Westerende am Ende mit dem Remis in Borssum zufrieden.

Plaggenb. – Wittm. 5:2

Die Eintracht war von Beginn an die überlegene Mannschaft. In der 18. Minute eröffnete Kai-Jannes Eiben den Plaggenburger Torreigen. Nur acht Minuten später erhöhte Kai Adam auf 2:0. Unterbrochen wurde die Plaggenburger Serie vom Wittmunder Anschlusstreffer durch Yannick Reinema in der 37. Minute. Davon unbeeindruckt legten die Platzherren nach und Jan-Heiko Ubben traf in der 41. Minute zum 3:1. In der Schlussminute der ersten Halbzeit war es dann Marten Friedrichs, der den 4:1-Halbzeitstand markierte. In der zweiten Halbzeit wurden die Wittmunder angriffslustiger. Aber die Plaggenburger waren mit ihrem Kurzballspiel erfolgreicher und Ubben traf in der 68. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 5:1. Das 5:2 für Wittmund diente am Ende nur noch der Ergebniskosmetik. „Wir haben unsere Angriffe über mehrere Stationen aufgebaut und die Wittmunder Defensive auseinandergezogen“ erklärt Trainer Klaus-Dieter Scherf den deutlichen Sieg seiner Eintracht.

Tore: 1:0 Eiben (18.), 2:0 Adam (26.), 2:1 Reinema (37.), 3:1 Ubben (41.), 4:1 Friedrichs (45.), 5:1 Ubben (68.), 5:2 Martin (80.).

Eintracht Plaggenburg: Collmann, Hallenga, Best, Thiele, Friedrichs, Habben, Eiben, Gerdes, Janssen, J-H. Ubben, Adam; eingewechselt: 55. Füst, 62. Janotta, 65. H. Ubben, 74. Janßen, Wicht.

Arle – Ihlow 0:2

Ihlows Trainer musste gegen den SV Arle auf gleich zwei torgefährliche Offensivspieler verzichten. Luca Wendeling und Usnijan Ciaciak fehlten in der Eintracht-Elf. Dafür rückte Justin Möhlmeyer in den Sturm. Dazu überraschten die Gastgeber mit der Platzwahl. Das Spiel wurde auf dem schmalen B-Platz angepfiffen. Die Ihlower ließen sich davon nicht aus ihrem Konzept bringen und blieben bei ihrem gewohnten Aufbauspiel. In der 22. Spielminute brachte Oktawian Ciaciak die Eintracht in Führung. Nur zwei Minuten später war es Möhlmeyer, der auf 2:0 erhöhte. „Justin hat seine Rolle als Stürmer hervorragend erfüllt“, lobte Trainer Jannik Swieter. Nach der Halbzeitpause machte Arle mehr Druck. Ihlow hatte in der Anfangsphase die Chance, seine Führung auszubauen. Dafür hatte Arle zwei hochkarätige Torchancen, die beide an der Querlatte endeten. Es blieb beim Ihlower Sieg ohne Gegentreffer. „Wir haben die richtige Reaktion auf die Heimniederlage gezeigt“, freute sich Swieter.

Tore: 0:1 O. Ciaciak (22.), 0:2 Möhlmeyer (24.).

Eintracht Ihlow: Bassler, Ubben, Möhlmeyer, O. Ciaciak, Einnolf (86. Lerf), Schmidt (71. Grobbel), Weber (71. Fröhling), Siebels, Rehling, Meinen, Deutsch (79. Liebich-Flessner).

Borssum – Westere. 2:2

Westerende reiste ersatzgeschwächt an. Dazu kam die frühe Anpfiffzeit. „Das mögen wir eigentlich nicht“, bemerkte TuS-Trainer Klaus Hoofdmann. Nach sieben Minuten verlängerte Westerendes Gregor Roschmann einen Borssumer Freistoß unglücklich in das eigene Tor. Die Antwort des TuS ließ nicht lange auf sich warten. Christian Willms glich in der 15. Minute nach einem Freistoß aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zum Halbzeitpfiff. Borssums Uwe Herzog brachte sein Team in der 27. Spielminute erneut in Führung und Westerendes Stefan Heyen glich wieder aus. „Der Halbzeitstand war leistungsgerecht“, analysierte Hoofdmann später. In der zweiten Halbzeit verlor das Spiel an Klasse und es wurde viel Kick and Rush gespielt, ohne dass sich dadurch eine Mannschaft Vorteile in Form von Torchancen erarbeitete. „Ich bin am Ende mit dem Ergebnis zufrieden. Einen Sieg hätte keine Mannschaft verdient“ befand Hoofdmann.

Tore: 1:0 Roschmann (7. ET), 1:1 Willms (15.), 2:1 Herzog (27.), 2:2 Heyen (45.).

TuS Westerende: Ehm, Bohlen (46. Hayenga), O. Stüven, Hanssen, Tj. Stüven, Thai, Hölscher, Roschmann, Willms, To. Stüven, Heyen (46. Hoffmeyer).

Leezd. – Großefehn 5:1

30 Minuten brauchte Leezdorf, um die Fehntjer zu entzaubern. Ein Leezder traf in dieser Zeit dreimal. Nach einer Ecke in der vierten Minute traf Renke Harms zur Führung der Gastgeber. Sechs Minuten später dann ein Fehntjer Eigentor. Sascha Schwarz lenkte den Ball nach einer Leezdorfer Ecke zum 2:0 in das eigene Tor. „Das war ein schlechter Start“, so Großefehns Spielertrainer Yannik Weber.

Es kam noch schlimmer: Ein Doppelschlag von Harms (20./29.) bescherte dem Torschützen einen lupenreinen Hattrick und den Fehntjern den 0:4-Rückstand zur Pause. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig für Offensive und Defensive getan“, bemerkte Weber. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Großefehn kam gut aus der Kabine und ließ in der Defensive wenig zu. In der 69. Minute traf Leezdorf dann trotzdem nach einem indirekten Freistoß. Dafür endeten gute Fehntjer Angriffe unglücklich und oft in den Händen des Torwarts. Bezeichnend dafür ein von Yannik Weber ausgeführter Strafstoß, den Keeper Marek Janßen hielt. „In der Summe war Leezdorf engagierter und bissiger und uns fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft, in der zweiten Halbzeit oft auch am Quäntchen Glück“, analysierte Weber.

Tore: 1:0 Harms (4.), 2:0 Schwarz (10. ET), 3:0/4:0 Harms (20./29.), 5:0 Kruse (69.), 5:1 Hellmann (80.)

SV Großefehn: Ziegler, Hafner (46. Steinhorst), Fahnster, Ulferts, Zimmermann, Dirks (36. Janssen), Sievers, Schmidt (46. Prokopenko), Kessemeier, Schwarz (62. Hellmann), Weber (71. Krüger).

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