So war die Veranstaltung  Stöbern, bummeln und genießen auf dem Auricher Heidemarkt

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 01.10.2023 18:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Janine Baltzer war mit ihrer Mutter unterwegs auf dem Heidemarkt. Nicht nur Pflanzen, vor allem herbstliche Dekorationen hatten es ihr angetan. Foto: Stephan Friedrichs
Janine Baltzer war mit ihrer Mutter unterwegs auf dem Heidemarkt. Nicht nur Pflanzen, vor allem herbstliche Dekorationen hatten es ihr angetan. Foto: Stephan Friedrichs
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Am Sonntag fand in Aurich der Heidemarkt statt. Dabei ging es den vielen Besuchern nicht nur um den Kauf von Pflanzen.

Aurich - Trüb waren die Aussichten für den Heidemarkt zu Beginn am Sonntag. Dauerregen sorgte dafür, dass nur wenige Besucher auf den Auricher Marktplatz kamen. Das sollte sich aber im Laufe des Sonntages deutlich ändern. Ab dem späten Vormittag bevölkerten immer mehr Menschen die Auricher Innenstadt. Als schließlich gegen 13 Uhr auch noch die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag öffneten, gab es an einigen Stellen in der Fußgängerzone kaum noch ein Durchkommen. Nicht nur in Osterstraße und Burgstraße, auch in der Norderstraße war viel los.

Caroline (links) und Sonja Zurhellen stöberten am Nachmittag im Modehaus Silomon. Foto: Stephan Friedrichs
Caroline (links) und Sonja Zurhellen stöberten am Nachmittag im Modehaus Silomon. Foto: Stephan Friedrichs

Nicht nur zum Einkaufen waren die Menschen am Sonntag in die Auricher Innenstadt gekommen. Viele wollten einfach nur bummeln, einen Kaffee trinken und die Atmosphäre genießen. Dennoch waren die Geschäfte der Auricher Innenstadt am Nachmittag gut gefüllt. Unterhaltung gab es an einigen Stellen in der Fußgängerzone auch für die jüngsten Besucher des Auricher Heidemarktes.

In den Geschäften brummte es

Alles gegeben hatte Andreas Rahmann in der vorigen Woche. Denn er wollte mit seinem Musikaliengeschäft unbedingt am verkaufsoffenen Sonntag in Aurich teilnehmen. Es hat funktioniert: Am Sonntag konnte Rahmann um 13 Uhr zum ersten Mal in Aurich das Geschäft nach dem Umzug aus Remels öffnen. Gehofft hatte er auf viele Besucher. Eine Hoffnung, die erfüllt wurde. „Es sind unheimlich viele alte Bekannte und neue Gesichter gekommen.“ Die Kunden nahmen das neue Geschäft in der Osterstraße an. Instrumente wurden ausprobiert, es wurde gefachsimpelt und Neues entdeckt. Genau so hatte Rahmann sich das Geschäft in der Auricher Innenstadt vorgestellt.

Waldelfe Insa Bohls hat in der Burgstraße Kinder phantasievoll geschminkt. Foto: Stephan Friedrichs
Waldelfe Insa Bohls hat in der Burgstraße Kinder phantasievoll geschminkt. Foto: Stephan Friedrichs

Gebrummt hat es am Sonntagnachmittag auch im Modehaus Silomon. Auf allen Ebenen stöberten die Kunden nach neuen Kleidungsstücken. Eine von ihnen war Ann Rieken-Redenius. Ihre beiden Töchter, grade zu Besuch aus Bochum und Berlin, hatten sie zum Einkaufsbummel überredet. Ihnen ging es vor allem um die offenen Geschäfte. Der Pflanzenmarkt war nicht der Hauptgrund für ihren Besuch in der Innenstadt.

Kaum ein Durchkommen auf dem Marktplatz

Caroline und Sonja Zurhellen hatten sich hingegen mehr vorgenommen. Sie stöberten auch durch die Geschäfte. „Aber wir wollen auch noch auf dem Marktplatz einen Kaffee trinken“, so Sonja Zurhellen. Und wenn ihr dabei schöne Pflanzen auffallen, werde sie auch den Pflanzenmarkt besuchen.

Das allerdings machten die Auricher und die Besucher von außerhalb eher am Vormittag, wie Jochen Jacobs (Garten Eden) zu berichten wusste. Ebenso wie beim Geranienmarkt im Mai würden die Leute vormittags die Pflanzen kaufen. Ärgerlich sei deswegen der Regen zu Beginn des Marktes gewesen, so Jacobs auf ON-Anfrage. „Aber danach ist es richtig voll geworden.“ Der Markt sei sehr gut besucht gewesen, teilweise habe es kaum ein Durchkommen gegeben. Erst am späten Nachmittag habe der Verkauf bei den Pflanzen abgenommen. „Dann war mehr das Flanieren angesagt.“

Der Lionsclub „tom Brook“ verkaufte Kürbisbrot für einen guten Zweck. Foto: Stephan Friedrichs
Der Lionsclub „tom Brook“ verkaufte Kürbisbrot für einen guten Zweck. Foto: Stephan Friedrichs

Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV), hat mit seinem Team den Heidemarkt organisiert. „Wir haben das ideale Wetter für einen verkaufsoffenen Sonntag erwischt“, sagte er im ON-Gespräch. Zum Glück habe der Regen frühzeitig aufgehört. Es sei aber auch nicht zu warm gewesen für einen Innenstadtbummel. „Besser geht es nicht.“

Kinderkarussell hat kurzfristig abgesagt

Bedauerlich sei es gewesen, dass das Kinderkarussell auf dem Marktplatz nicht habe aufgebaut werden können. „Der Betreiber hat uns kurzfristig abgesagt“, so Hippen. Es sei leider nicht möglich gewesen, noch einen Ersatz aufzutreiben. Dennoch gab es an verschiedenen Ecken in der Innenstadt Angebote für Kinder. Sie konnten sich von „Waldelfe“ Insa Bohls schminken lassen oder, betreut vom Jugendrotkreuz Aurich, eine aufgeblasene Rutsche hinabsausen. Dort gab es auch noch weitere Bewegungsangebote für Kinder.

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Auricher Heidemarkt
01.10.2023

Schön sei es auch gewesen, dass sich die Gastronomie auf dem Marktplatz habe ausbreiten können. Das habe viel zum Flair während des Heidemarktes beigetragen, so Udo Hippen.

Gleich drei Lionsclubs waren auf dem Auricher Marktplatz vertreten. Der Lionsclub Aurich-Ostfriesland verkaufte Flammkuchen, Federweißen und Wein für den guten Zweck. Der Erlös gehe an das Schutzengelhus in Uplengen, erklärte Frank Hentschel vom Vorstand des Clubs. „Hilfe für kleine Ohren“ wollte der Lionsclub „tom Brook“ organisieren. Er verkaufte Kürbisbrot vor der Markthalle, um den Spendentopf für Kinderhörgeräte zu füllen. Schließlich war der Lionsclub Frisia Orientalis an der Markthalle vertreten. Bei ihnen konnte man Bücher erwerben – für alle Altersklassen und Geschmäcker.

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