Zukunft des Norder Krankenhauses  Klinikführung und Landkreis lehnen Runden Tisch zur UEK ab

| | 13.09.2023 07:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Stadt Norden will eingebunden werden, wenn es um die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses geht. Foto: Rebecca Kresse
Die Stadt Norden will eingebunden werden, wenn es um die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses geht. Foto: Rebecca Kresse
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Bürgermeister Florian Eiben hatte einen runden Tisch und einen Arbeitskreis zur Zukunft der UEK Norden gefordert. Die Verantwortlichen wollen die Stadt lieber anders einbinden.

Norden - Die Stadt Norden will mitreden, wenn es um die Zukunft des ehemaligen Norder Krankenhauses geht. Deshalb hatten Bürgermeister Florian Eiben und sein Erster Stadtrat Marcus Aukskel einen Runden Tisch und einen Arbeitskreis zur Nachnutzung der Klinik gefordert. Mit diesem Ansinnen sind sie gescheitert. Das berichtete Eiben am Dienstag in der Norder Stadtratssitzung.

Demnach haben er und Aukskel sich am Montag mit Landrat Olaf Meinen und dem Ersten Kreisrat Dr. Frank Puchert getroffen. Bereits in der vergangenen Woche habe es ein Treffen mit dem Transformationsbeauftragten für die UEK Norden, Dr. Hans-Joachim Winterling, und Andreas Epple, beim Landkreis zuständig für die Nutzung der Klinikgebäude, gegeben. In beiden Runden sei der Runde Tisch zur Nachnutzung Thema gewesen. Doch der wird von Seiten der Klinik abgelehnt. Anscheinend halte die Klinikleitung ein vernünftiges Arbeiten durch einen solchen Runden Tisch und den Austausch im Arbeitskreis für nicht möglich, erklärte Eiben. Das Problem sei dabei anscheinend die Öffentlichkeit. Die schlechte Erfahrung der öffentlichen Auftritte von Landrat Meinen und Klinikchef Dirk Balster in Norden im Frühjahr scheinen noch immer nachzuhallen.

Stadt soll alle drei Wochen informiert werden

Statt Rundem Tisch und Arbeitskreis will die Klinik lediglich mit dem Verwaltungsvorstand zusammenarbeiten. Eiben soll künftig alle drei Wochen über den Sachstand informiert werden. Auch sei abgesprochen, dass Eiben den Norder Rat regelmäßig über diese Gespräche informieren. Am 7. November sollen die Ratsmitglieder aus erster Hand informiert werden. Dann wollen Winterling und Epple in die Sitzung des Norder Stadtrates kommen, so Eiben.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Landkreis zu einem Pressetermin in die ehemalige Klinik geladen, um mitzuteilen, dass sich im Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) Norden außerdem ein Regionales Versorgungszentrum (RVZ) ansiedeln soll. Nachdem das Krankenhaus also weitgehend geschlossen ist, sollen sich nun im Gebäude neue Ärzte ansiedeln. Durch das Zusammenspiel von RVZ als ambulantem Anlaufpunkt und dem Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) für die stationäre Versorgung wolle man Norden medizinisch zukunftssicher aufstellen. Was der Norder Rat dazu zu sagen hat, werden die Verantwortlichen erst im November erfahren.

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