Rückgang auf Arbeitsmarkt  Nachfrage nach Mitarbeitern sinkt und die Arbeitslosenquote steigt

| 31.08.2023 13:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Agentur für Arbeit am Hoheberger Weg in Aurich. Foto: Romuald Banik
Die Agentur für Arbeit am Hoheberger Weg in Aurich. Foto: Romuald Banik
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In Ostfriesland sind laut Agentur für Arbeit mehr Menschen ohne Beschäftigung. Gleichzeitig sind derzeit noch 961 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Ostfriesland - Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Emden-Leer stieg im August 2023 um 214 auf jetzt 15.407 Personen an. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um leicht von 6,0 auf 6,1 Prozent an. Im Vorjahresvergleich sind die Arbeitslosenzahlen deutlicher gestiegen, im Vergleich zum August 2022 waren in Ostfriesland 1404 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das teilt die Agentur für Arbeit mit.

Die ostfriesischen Betriebe meldeten im August bei der Agentur für Arbeit Emden-Leer 517 neue Arbeitsstellen, das sind 161 oder 23,7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. „Das Beschäftigungsniveau ist weiterhin hoch. Allerdings beobachten wir bei den Betrieben ein zurückhaltendes Einstellungsverhalten, die Nachfrage nach Arbeitskräften hat nachgelassen“, erläutert Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer.

Junge Menschen haben noch Chancen

Die Zahlen vom letzten Monat belegen den Angaben zufolge, dass auch noch nach dem traditionellen Ausbildungsbeginn junge Menschen in eine Ausbildung starten können. So wurden im August weitere 243 Ausbildungsstellen durch den Arbeitgeber-Service der Agentur abgemeldet. Aktuell seien am ostfriesischen Ausbildungsmarkt noch 961 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Wer noch keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden hat, kann sich bei der Berufsberatung vor Ort melden, heißt es weiter. Termine für die Berufsberatung können unter der kostenfreien Telefonnummer 08 00 4 55 55 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/kontakt vereinbart werden.

Mehr als 5400 Langzeitarbeitslose in Ostfriesland

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im August laut der Agentur 5199 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 1,0 Prozent bzw. 53 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 9,1 Prozent oder 432 Personen gestiegen. Insgesamt erhielten im August 4772 Personen Arbeitslosengeld. Das sind 473 mehr als vor einem Jahr.

Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (SGB II) waren 10.208 Personen in Ostfriesland arbeitslos gemeldet. Davon zählen 5428 Personen als Langzeitarbeitslose. Insgesamt ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent bzw. 161 Personen gestiegen. Die Entwicklung zum Vorjahr beträgt 10,5 Prozent oder 972 Personen.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Zusätzlich zu den Arbeitslosen zählen zur Unterbeschäftigung solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben der Agentur für Arbeit im August 19.699 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote lag im August bei 7,7 Prozent (August 2022: 7,1 Prozent).

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