Fußball-Ostfrieslandklasse Auricher Teams rocken die Liga
Eintracht Ihlow führt mit vier Siegen die Tabelle in der Ostfrieslandklasse A an. Dahinter lauern drei weitere Mannschaften aus Aurich.
Aurich - Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel hat Eintracht Ihlow die Tabellenführung in der Ostfrieslandklasse A, Staffel II, übernommen. Westerende und Plaggenburg waren ebenfalls siegreich und sind mit Großefehn, das auf Norderney die erste Saisonniederlage kassierte, mit neun Saisonzählern in der Verfolgerrolle.
Ihlow – Großheide 3:2
Die Ihlower wurden früh wachgerüttelt. In der sechsten Minute brachte André Röpkes die Gäste nach einem Abstimmungsproblem zwischen Ihlows Abwehr und Torwart in Führung. „Danach waren wir aber voll drin und haben das Spiel kontrolliert“, bemerkte Ihlows Trainer Jannik Swieter. In der 29. Minute traf Luca Wendeling zum Ausgleich. Nur sieben Minuten später brachte Röpkes Großheide erneut in Führung. Vorangegangen war erneut ein individueller Abwehrfehler.
Nach der Halbzeitpause hatten die Ihlower weiter mehr Spielanteile und in der 54. Minute zeigte der Unparteiische nach einem Foulspiel an Mattes Schmidt auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelte Wendeling zum erneuten Ausgleich. In der 74. Minute war es wieder Wendeling, der mit seinem dritten Tor den 3:2-Siegtreffer erzielte. „Wir haben gewonnen, weil wir die besseren Spielanlagen hatten und uns dadurch auch mehr Spielanteile erarbeitet haben“, so Swieter.
Tore: 0:1 Röpkes (6.), 1:1 Wendeling (29.), 1:2 Röpkes (36), 2:2 Wendeling (54. FE), 3:2 Wendeling (74.)
Eintracht Ihlow: Bassler (46. Luitjens), Fröhling (90.+3 Krüger), Möhlmeyer, Wendeling (90.+2 Lerf), O. Ciaciak, Schmidt (75. Eisbach), Liebich-Flessner (87. Einnolf), Siebels, Rehling, Meinen, Deutsch.
Borssum – Plaggenb. 1:3
Plaggenburg ging von Beginn an offensiv in die Begegnung und erarbeitet sich Torchancen, die jedoch lange ohne zählbaren Erfolg blieben. Erst in der 33. Minute traf Jan-Heiko Ubben zur Plaggenburger Führung. Das war gleichzeitig der Pausenstand. „Nach den Chancen hätten wir in der ersten Halbzeit mindestens ein Tor mehr machen müssen“, sagte Plaggenburgs Trainer Klaus-Dieter Scherf nach dem Spiel. Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit traf dann Borssums Steffen Battermann in das eigene Tor und brachte die Gäste mit 2:0 in Führung. In der Folge schaltete Plaggenburg in den Verwaltungsmodus, was bei Scherf für Unmut sorgte. „Das musste nicht sein“, so der Trainer. Plaggenburgs Michel Janssen sorgte dann in der 73. Minute für das 3:0. In der 90. Minute markierte Plaggenburgs Simon Gerdes mit einem Eigentor den Borssumer Anschluss.
Tore: 0:1 Ubben (33.), 0:2 Battermann (ET 49.), 0:3 Janssen (73.), 1:3 Gerdes (ET 90.)
Eintracht Plaggenburg: Collmann, Hallenga, Best, Thiele, Friedrichs, Ideus (28. Eiben, 82. Janotta), Habben, Gerdes, Janßen, Janssen (77. Ihnen), Adam (67. Füst).
Norderney – Großef. 3:2
Norderney war von Beginn an bissig und dominierte die Gäste vom Festland in der ersten Spielhälfte. In der 13. Minute traf Marcini Bednarczyk von der Mittellinie in den Winkel zur Norderneyer Führung. Dreizehn Minuten später erhöhte Raoul Lacalandra nach einem Fehntjer Ballverlust auf 2:0. Den 3:0- Halbzeitstand markierte Tom Hahnen in der 33. Minute erneut nach einem Ballverlust im Spielaufbau der Gäste.
„Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“, analysierte Spielertrainer Yannik Weber später. In der zweiten Spielhälfte wechselte Norderney in den Verwaltungsmodus und tat nichts mehr für das Spiel. Großefehn nutzte noch zwei Standardsituationen in der 57. Minute durch Nick Fahnster und in der Schlussminute der regulären Spielzeit durch Noah-David Moor und kratzte am Ausgleich, der dem Team um Yannick Weber am Ende jedoch verwehrt blieb. „Ich bin trotz der Niederlage stolz Trainer dieser Mannschaft zu sein, weil sie immer zusammenhält und sich nie aufgibt“, sagte Weber nach dem Spiel.
Tore: 1:0 Bednarczyk (13.), 2:0 Lacalandra (26.), 3:0 Hahnen (33.), 3:1 Fahnster (57.), 3:2 Moor (90.)
SV Großefehn: Ziegler, Steinhorst (80. Moor), Jannsen, Fahnster, Ulferts, Saathoff, Buschmann, Dirks (74. Schwarz), Zimmermannn, Schmidt, Weber (46. Hellmann).
Westerende – Wittm. 4:1
Westerende startete nervös in die Begegnung. Die Angriffe, die oft über rechts durch Hannes Ihnen eingeleitet wurde, waren durchschaubar. Gelegentliche Standardsituationen der Gäste blieben ohne Gefahr für das Tor der Westerender. Die Westerender Durststrecke endete in der 29. Minute. Eine scharf getretene Ecke sorgte für Gewusel an der Wittmunder Torlinie. Am Ende brachte Steffen Weinstock den Ball zur 1:0-Führung über die Ziellinie. „Das war der Türöffner für unser Spiel“, bemerkte Trainer Klaus Hoofdmann. In der 37. Minute traf Kapitän André Hölscher nach Vorlage von Hannes Ihnen mit der Hacke zum 2:0. In der 42. Minute scheiterte Hölscher dann aus spitzem Winkel noch an Wittmunds Torwart André Schneider. Eine Minute später traf er jedoch aus sechs Meter zum 3:0-Pausenstand.
In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich Westerende noch weitere Torchancen, die jedoch nicht mehr so zwingend waren, wie in der Schlussphase der ersten Halbzeit. In der 75. Minute traf Florian Folkerts nach einer Ecke zum 4:0 und in der 80. Minute kam Wittmund durch Max Beckmann zum Ehrentreffer. „Wir haben verdient gewonnen und ich bin froh, dass wir nach dem schwachen Auftritt in Großheide wieder in der Spur sind“, resümierte TuS-Trainer Hoofdmann.
Tore: 1:0 Weinstock (29.), 2:0 Hölscher (37.), 3:0 Hölscher (43.), 4:0 Folkerts (75.), 4:1 Beckmann (80.)
TuS Westerende: Ehm, Bohlen (85. O. Stüven), Weinstock (75. Janssen), Hölscher, Roschmann, Ihnen (81. Hanssen), Sparringa, Bünting, Heyen, Hayenga, Folkerts (75. Tjade Stüven).