Großflohmarkt Simonswolde Schnäppchensuche im Dunkeln und ein Feuerwerk
Seit 45 Jahren gibt es im Ihlower Ortsteil Simonswolde den Riesenflohmarkt. Am Wochenende kamen wieder Tausende Besucher – nicht nur zur Schnäppchenjagd.
Simonswolde - Zwei Tage lang stand Simonswolde im Rampenlicht der Öffentlichkeit, denn wieder einmal war am letzten Augustwochenende Flohmarktzeit. Tausende machten sich auf, um auf dem Riesenflohmarkt ein Schnäppchen zu machen. Dabei wurde gehandelt und gefeilscht, bis ein Kauf schließlich zustande kam – oder auch nicht.
Etwas ganz Besonderes war auch dieses Mal in dem kleinen Ort am idyllischen Sandwater der Nachtflohmarkt am Sonnabendabend mit seiner ganz außergewöhnlichen Atmosphäre und dem Flair. Mit Hilfe von Taschenlampen und anderen Hilfsmitteln versuchten die Besucher, das bestmögliche Schnäppchen zu finden. Die Straßen waren proppevoll und sowohl die Verkäufer als auch die Käufer waren mehr als zufrieden mit ihren Geschäften.
Feiern mit Freunden und Bekannten
Bisher hatten Bianca und Tobias Dröst aus Wiesens den Simonswoldmer Flohmarkt nur über Tag kennengelernt. Die beiden, die immer wieder einmal Flohmärkte in der Region besuchen, zeigten sich vom Nachtflohmarkt und der Atmosphäre sehr angetan. Sie seien nicht auf der Suche nach etwas Besonderem, sondern würden das kaufen, was ihnen beim Schlendern an den Ständen ins Auge falle. Gerade die Unterhaltung mit den Verkäufern mache für sie unter anderem den Reiz eines Flohmarktes aus.
Für die Einheimischen ist der Flohmarkt eine willkommene Gelegenheit, mit Nachbarn, Freunden und Bekannten einmal im Jahr zusammen zu kommen, sich zu unterhalten und natürlich bis in die frühen Morgenstunden zu feiern. Überall im Ort und auf den Straßen herrschte eine ausgelassene, angenehme und entspannte Stimmung.
Keine größeren Vorkommnisse
Mit dem Verlauf des zweitägigen Flohmarktes ist Veranstalter Horst Harms insgesamt sehr zufrieden, um die 400 Stände waren aufgebaut. Dass die Veranstaltung ein großer Erfolg wurde, sei sicherlich auch dem guten Wetter geschuldet. Zum Glück seien seine Bedenken nicht wahr geworden, meinte Horst Harms, lediglich Sonntagvormittag regnete es ein wenig. Noch könne er nicht sagen, wie viele Besucher den Flohmarkt aufsuchten, er gehe von rund 23.000 aus.
Die Organisation sei zwar mit sehr viel Arbeit verbunden, habe sich aber letztlich für alle Beteiligten gelohnt, so der 67-Jährige, der jährlich 22 Flohmärkte, unter anderem in Hesel, Leer, Timmel und eben in Simonswolde, veranstaltet.
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Größere Vorkommnisse, so Horst Harms, habe es bis auf die Suche nach einem Kleinkind, das glücklicherweise schnell wieder gefunden werden konnte, und der Verletzung einer Frau, die ärztlich versorgt werden musste, nicht gegeben.
Verrechnet beim Alter der Veranstaltung
Ein zum ersten Mal auf einem Simonswoldmer Flohmarkt veranstaltetes Feuerwerk am Sonnabendabend pünktlich um 22 Uhr begeisterte nicht nur die Einheimischen, auch die Flohmarktbesucher waren stark beeindruckt. Der Veranstalter hatte es im Vorfeld zum 40-jährigen Bestehen des Simonswoldmer Flohmarktes angekündigt. Eine Recherche der Ostfriesischen Nachrichten ergab jedoch, dass in diesem Jahr bereits der 42. Flohmarkt stattfand.
Den Simonswoldmer Flohmarkt hatte einst im Jahre 1978 Gerhard Kromminga als Vorsitzender des Gewerbevereins Simonswolde ins Leben gerufen. In einem kürzlichen Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten meinte der 84-Jährige, dass er sich nach wie vor sehr gerne an den Zusammenhalt in Simonswolde erinnere. Er glaube, den gebe es nirgendwo anders noch einmal so.