Schulwegsicherheit Zweitklässler aus Osteel arbeiteten mit der Polizei zusammen
Bei der Aktion „Kleine Füße“ haben Kinder aus Osteel für die Schulanfänger Hinweise aufs Pflaster gesprüht, wo diese sicher den Adeweg queren können. Und es gab von Experten Tipps für den Schulweg.
Osteel - Für die Kinder der Klassen 2a und 2b der David-Fabricius-Grundschule Osteel begann der Unterricht am Donnerstagmorgen mit einer ganz besonderen Aufgabe. Mit ihrer Lehrerin Invield Helmer-Lehmhuis und deren Kollegen Dennis Heuer durften sie den Schulweg für alle Kinder der Grundschule ein wenig sicherer gestalten.
Mit signalgelber Farbe und großen Schablonen sprühten die Schüler gelbe Füße auf den Gehweg am Adeweg. Unter der Überschrift „Kleine Füße“ findet diese Verkehrssicherheitsaktion regelmäßig vor den Grundschulen statt, erklärten die Polizeioberkommissare Christiane Büchner, Sachbearbeiterin Prävention bei der Polizei Norden, und ihr Kollege Ewald Einolf, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Aurich. Mit Veronika Ulrichs von der Verkehrswacht Norden begleiteten sie die Kinder und erklärten ihnen, wie wichtig ihre Aufgabe ist.
Weniger als zehn Prozent haben einen kurzen Schulweg, den man gut laufen kann
Für alle sichtbar wurden zahlreiche „gelbe Füße“ an den Stellen vor der Schule aufgesprüht, an denen das sichere Überqueren des Adewegs möglich ist. Dort, wo die Kinder und natürlich auch die Erwachsenen warten müssen, bevor sie die Straße überqueren wollen, sprühten die Klassen zusätzlich dicke gelbe „Haltebalken“ auf den Gehweg.
Der Schulweg ist für die Kinder der Osteeler Grundschule unterschiedlich lang und herausfordernd, berichtete Dennis Heuer. Weniger als 10 Prozent hätten einen kurzen Weg, den sie zu Fuß ablaufen können. Die übrigen Schüler kämen zu gleichen Teilen mit dem Rad, dem Bus oder würden von Eltern und Taxen gebracht. Sie alle müssten aber den jetzt durch die „gelben Füße“ sicherer gemachten Adeweg passieren.
Regeln, damit der Schulweg gelingt
Für die Eltern gab es für die Kinder ein Faltblatt mit auf den Weg, auf dem die eigentlich selbstverständlichen Verhaltensregeln für alle motorisierten Kraftfahrer, die an Schulen vorbeifahren, noch einmal plakativ festgehalten sind. Die Regeln: vorausschauend fahren, mit absolut angepasster Geschwindigkeit an der Schule vorbei und stets bremsbereit sein, das alles ist ein „Muss“.
Kinder sehen und handeln anders als Erwachsene, erläuterten die Verkehrsexperten. Das gelte besonders bei Grundschulkindern. Der Schulweg fange schon lange vor dem Verlassen der Wohnung an. Zeit und Ruhe seien wichtig für einen sicheren Start zur Schule. Die Kindersicherung zu nutzen, aufzupassen beim Ein-und Aussteigen, was immer an der Gehwegseite stattfinden sollte, sowie ein verkehrssicheres Fahrrad der Kleinen seien elementar für die Sicherheit, vermittelten Verkehrswacht und Polizei.
Besonders mit den Erstklässlern und bei einem Schulwechsel sollte der Schulweg geübt werden und die Kinder sollten auf alle möglichen Gefahrenquellen hingewiesen werden. In den Schulen gibt es vielfach Pläne, die die sichersten Schulwege enthalten, so Christiane Büchner.
Lehrer haben auf Erstklässler besonderes Auge
Die Frühaufsicht der Lehrer sei jeden Morgen rechtzeitig vor Schulbeginn am Schultor und könne eingreifen, wenn es erforderlich sei, so Dennis Heuer. Auf die Erstklässler hat die David-Fabricius-Schule ein besonderes Auge. Die jüngsten Grundschüler erhalten einen Laufzettel. Ein Punkt auf diesem Laufzettel ist die sichere Übergabe der Schüler am Ende des Schultages.
Mit Stolz, den Schulweg vor der Schule noch etwas sicherer für sich und ihre Mitschüler und Lehrer gestaltet zu haben, ging es für die Zweitklässler am Donnerstag nach gut einer Stunde zurück ins Klassenzimmer.
Veronika Ulrich, die auch als Verkehrshelferin an der Linteler Schule in Norden ehrenamtlich tätig ist, sowie die beiden Polizeibeamten werden sich bald wieder treffen. Weitere Präventionstermine mit verschiedenen Schwerpunkten warten schon. So wird es voraussichtlich im September eine Aktion an beiden Berufsbildenden Schulen in Aurich geben, kündigte Einolf an.