Erntebilanz Regen bringt Auricher Landwirten Verdruss beim Weizen
Zu nass, zu trocken und schließlich wieder starker Regen: Die Witterung meinte es nicht gut mit der Landwirtschaft in diesem Jahr. Dabei gibt es eine Ausnahme.
Aurich - Mit einer geringeren Getreideernte als in den Vorjahren rechnet der Deutsche Bauernverband dieses Jahr. Grund dafür ist der viele Regen insbesondere im Juli. Ein Problem, das es auch in Ostfriesland in den vergangenen Monaten gegeben hat, wie Maren Ziegler, Geschäftsführerin des Kreisverbands Norden-Emden vom Landwirtschaftlichen Hauptverein (LHV), auf ON-Anfrage sagt. Im Juni hat demnach noch alles gut ausgesehen. „Die Gerste ist super reingekommen“, so Ziegler. Dann kam der große Regen, nicht nur zum Leidwesen der Schüler. Auch das Getreide, insbesondere der Weizen, konnte mit dem nassen Wetter nicht gut umgehen. „Das war Gift für das Getreide.“ Teilweise seien die Körner aus den Ähren rausgefallen, erklärt Ziegler. Es gebe Landwirte in der Region, die im vergangenen Monat bis zu 15 Prozent weniger geerntet hätten als im Vorjahr.
Mais mochte es feucht und warm
Das sei allerdings nicht flächendeckend der Fall, betont Ziegler. Es gebe auch Bereiche in Ostfriesland, in denen die Landwirte qualitativ gutes Getreide hätten ernten können. Die Menge allerdings sei überall nicht so hoch gewesen wie im vorigen Jahr.
Eine „ordentliche Ernte“ erwarte der LHV hingegen in diesem Jahr für den Mais. Denn im Gegensatz zu Weizen und Gerste mag er es feucht und warm. Bedingungen, die in diesem Sommer in Ostfriesland zur Genüge vorherrschten.
„Der Regen im Juli hat dem Mais richtig gutgetan“, so Maren Ziegler. Wenn bis zum Erntebeginn Mitte September nichts schiefgehe beim Wetter, dürfte die Ernte für die Landwirte gut verlaufen.
Bundesweit hatten die Landwirte seit dem Frühjahr mit einem Wechsel von zu viel Regen, danach Trockenheit und dann wieder Regen zu kämpfen. Der Witterungsverlauf zeige die Folgen des Klimawandels, so Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes.