Flohmarkt beim Stadtfest Professionelle Anbieter blieben außen vor - das hob die Stimmung
Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ suchten bereits am frühen Morgen die ersten Interessierten nach Schnäppchen. Kurz nach Sonnenaufgang ging es auf dem Georgswall los.
Aurich - Schnäppchenjäger sind am Sonnabend schon kurz nach Sonnenaufgang am Georgswall unterwegs gewesen. Beim traditionellen Flohmarkt im Rahmen des Auricher Stadtfestes begann der offizielle Verkauf bereits um 6 Uhr morgens. Mehr als 130 private Händler hatten ihre Tische aufgebaut und boten ihre Schätze den vielen Besuchern an. Doch etwas unterschied diesen Markt von den vielen anderen in und um Aurich.
Die Vorgaben der Stadt für die Flohmarktbeschicker waren eindeutig: Nur Gebrauchtes darf auf dem Flohmarkt von Amateur-Händlern verkauft werden. Als Verkaufsstände waren nur Tische erlaubt. Professionelle Händler, Verkaufswagen und -anhänger wurden von dem Sicherheitsdienst abgewiesen. Da hatte der Marktverantwortliche Kurt Graf mit seiner Frau Dieta alle Hände voll zu tun.
Marktverantwortliche hatten ein wachsames Auge
„Wir sind seit Freitagnachmittag um 15 Uhr hier auf dem Platz. Da kamen die ersten Anbieter. Die obere Reihe war am Abend bereits voll besetzt“, verriet er Kurt Graf am Sonnabendmorgen im ON-Gespräch. Die meisten privaten Händler rückten ab 4 Uhr morgens an. Da müsse man von Anfang an dabei sein, damit auf dem Platz kein Chaos herrscht. „Um ehrlich zu sein, wir haben seit gestern noch kein Auge zugemacht“, gestand Dieta Graf.
Mit der Anzahl der Anbieter war das Ehepaar nur bedingt zufrieden. Am Georgswall stehen mehr als 300 Plätze zur Verfügung, so dass nur die Hälfte in Richtung Bundesstraße genutzt wurde. Dafür war das Angebot äußerst vielfältig: Haushaltsgegenstände, analoge Technik und Elektronik, Schmuck, Kleidung und Kinderspielzeug wollten an den Mann oder die Frau gebracht werden. Dafür interessierten sich schon am frühen Morgen viele Besucher. Und frei nach dem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ waren insbesondere die Frühaufsteher bei der Suche nach Schnäppchen oder Raritäten besonders erfolgreich.
46. Auricher Stadtfest ist eröffnet
Buntes Treiben beim Flohmarkt am Georgswall
„Volles Haus“ beim Stadtfest-Flohmarkt
Die ersten Schnäppchenjäger sind schon unterwegs
Schmuck und Spielekonsolen begehrt
Nicole Füllbier aus Leer und ihr Vater Harald Lindemann aus Rhauderfehn hatten auch um 4 Uhr ihre Tische schon aufgebaut und allerlei Gegenständen aus Haushalt und Werkstattauflösung ausgebreitet. „Schon kurze Zeit später waren die ersten Schnäppchenjäger da, die hauptsächlich nach Schmuck und Spielekonsolen suchten“ sagte Nicole Füllbier. Ansonsten gefalle ihnen die Stimmung auf dem Flohmarkt besonders gut, da bei dem familiären Markt sich Kunden und Anbieter auf Augenhöhe begegneten und Spaß beim Feilschen hätten.
Von einer Teilnahme auf Umwegen erzählte Marianne Ferdinand aus Wiesmoor. Sie war auf dem Weg von Wiesmoor nach Norddeich, um dort ihre handgefertigten Kränze aus Stroh oder mit maritimen Gegenständen bestückte, geflochtene Weidenkränze zu verkaufen. „Unterwegs kam mir die Idee, mal kurz beim Stadtfestflohmarkt vorbeizuschauen. Und da noch Platz war, habe ich mir die weite Fahrt an die Küste gespart und bin gleich hiergeblieben“, so die Wiesmoorerin. Die maritimen Dinge seien zwar nicht das perfekte Angebot für Aurich, aber das sei nicht so tragisch, da sie nicht unbedingt verkaufen und keine Standgebühr bezahlen müsse.
Auch viele Besucher waren von der Stimmung beim Flohmarkt und dem familiären Charakter ohne professionelle Anbieter begeistert. Damit bliebe mehr Raum für die privaten Anbieter mit ihrem Trödel, sagten Beatrice und Daniel aus Aurich/Hamburg. Obwohl sie erst kurz auf dem Markt waren, hätten sie auch bereits den ersten Kauf getätigt. Und wenn es nach dem Willen ihrer Tochter gegangen wäre, gäbe es gleich einen etwas größeren Einkauf: sie stand begeistert vor einem Kicker-Tisch aus einem Privathaushalt.