Hamburg  Heino covert Skandalsong „Layla“ – und plant ganzes Ballermann-Album

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 18.08.2023 16:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sänger Heino in der ARD-Sendung „Immer wieder Sonntags.“ Foto: imago images/HOFER
Sänger Heino in der ARD-Sendung „Immer wieder Sonntags.“ Foto: imago images/HOFER
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Der Schlagerstar Heino will offenbar den Ballermann erobern: Nach bereits drei „Malle-Songs“ hat er nun ein Cover des umstrittenen Liedes „Layla“ veröffentlicht. Und das soll noch nicht alles gewesen sein: Ein ganzes Album ist in Arbeit.

Sänger Heino ist ursprünglich mal mit deutschem Schlager bekannt geworden. Sein Charterfolg „Blau blüht der Enzian“ von 1972 hängt bis heute noch vielen in den Ohren. Doch schon länger probiert sich der inzwischen 84-Jährige auch in anderen Genres aus: So hat er sich beispielsweise für sein Album „Mit freundlichen Grüßen“ aus 2013 schon an Pop-, Rock- und Hiphop-Songs bedient und diese gecovert. Daraus entstanden sind unter anderem eigene Interpretationen von „Haus am See“ (ursprünglich von Peter Fox) oder „Sonne“ (ursprünglich von Rammstein).

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Seit Wochen schlägt Heino aber ganz andere Töne an: Ende April brachte er eine Cover-Version des Ballermann-Hits „Zehn nackte Friseusen“ von Mickie Krause heraus, darauf folgten die Neuinterpretationen von „Geh mal Bier holen“ und „Dicht im Flieger“ aus dem gleichen Genre. Am Freitag ist sein neuestes Cover erschienen: Der Song „Layla“ (ursprünglich von DJ Robin und Schürze), der wegen seines Textes in der Kritik steht.

Hören Sie hier rein, „Layla“ von Heino:

Während die einen den im vergangenen Sommer erschienenen Song immer wieder gerne mitgrölen, verurteilen ihn andere. Gesungen werden dort unter anderem Zeilen wie, „sie ist schöner, jünger, geiler“. Kritiker bezeichneten den Text als sexistisch und geschmacklos, so unter anderem die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien.

Heino sieht das offenbar anders. Er übernimmt in seiner Cover-Version den Text Wort für Wort. Genauso handhabte er das schon mit dem Lied „Zehn nackte Friseusen“ bei seinem Ballermann-Debüt. Dass auch dem Song Frauenfeindlichkeit zugeschrieben wird, könne er nicht verstehen, wie er im Frühjahr der „Bild“-Zeitung sagte: „Ich weiß nicht, was an ‚zehn nackten Friseusen‘ frauenfeindlich sein soll. Es ist ein Liebeslied auf die Damen einer ganzen Zunft und als Kompliment gemeint. In meinen Augen ist es nicht sexistisch, ein Loblied auf die nackten Körper hübscher Frauen zu singen. Das tue ich gern und mit meiner ganzen Bewunderung für das schöne Geschlecht.“

Auch seine Follower scheint die Kritik nicht zu stören. Auf Instagram schreibt jemand: „Auch wieder aufgewertet den Song, sehr geil“. Auf Facebook findet ein Nutzer, dass die Heino-Version sogar besser als das Original klinge. Unterstützung gibt es auch von besagtem Original-Künstler: „Heino du bist einfach der beste“, kommentiert DJ Robin den Songausschnitt.

Nur wenige sind von der derzeitigen Ausrichtung Heinos nicht begeistert: „Bitte nicht jeden Ballermann-Song covern“, schreibt ein Nutzer. Allerdings wird ihm dieser Wunsch wohl nicht erfüllt: Denn Heino hat bereits ein ganzes Album in Planung, das am 15. September unter dem Namen „Lieder meiner Heimat“ erscheinen soll. Auf dem Album sollen dann noch weitere solcher Songs zu hören sein, wie „Johnny Döpp“, „Hula“ und „Finger im Po – Mexiko“.

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