Fußball-Bezirkspokal Fehntjer Schlussoffensive kam zu spät
Großefehn verliert im Bezirkspokal mit 0:1 gegen Landesligist TuS Esens. Ein Youngster schießt das goldene Tor.
Großefehn - Lange hatte Großefehns Torhüter Hendrik Weßling seine Mannschaft gegen den TuS Esens im Spiel gehalten und dreimal mit blitzschnellen Paraden den Rückstand gegen den Landesligisten verhindert. In der 71. Minute war Weßling dann machtlos, als der Esenser Neuzugang Bjarne Hohn den Ball im Strafraum annahm und ihn in der langen Ecke zum 1:0 versenkte. Das war das goldene Tor in der zweiten Runde des Bezirkspokals. Hohn hatte in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend gespielt.
Großefehns Trainer Bi Le Tran war anschließend nicht niedergeschlagen oder angesäuert wegen der knappen Niederlage. Seine Mannschaft habe sich gut verkauft. „In der Schlussphase haben wir noch mal gedrückt, schade.“ In der besagten Schlussviertelstunde stemmten sich die Fehntjer nach dem Gegentor gegen die drohende Niederlage und stürmten munter nach vorne. In dieser Phase zeigte sich, dass der ranghöhere Gegner durchaus in Bedrängnis zu bringen war. Plötzlich bewiesen die SVG-Spieler Mut und gingen mit mehr Risiko zu Werke.
Diesen Mut ließen die Fehntjer Spieler zuvor häufig vermissen. Großefehn ging das Zweitrundenspiel äußerst vorsichtig an. Kein Wunder: Trainer Le Tran musste seine Startformation neu zusammenwürfeln. Besonders die Offensivkräfte Tom Böhling und Holger Wulff wurden schmerzlich vermisst.
Hauke Booms vergibt Riesenchance
Esens machte nach dem Anpfiff mächtig Druck und schnürte die Fehntjer in der eigenen Hälfte ein, ein frühes Tor schien nur eine Frage der Zeit zu sein. SVG-Torhüter Weßling tauchte zweimal blitzschnell hinunter und parierte die platzierten Schüsse von Gabriel Bamezon gerade noch mit den Fingerspitzen. Das erste Tor hätte aber Großefehn erzielen müssen. Nach einer schönen und schnell vorgetragenen Kombination stand Neuzugang Hauke Booms alleine vor Esens Torhüter Havemann. Der Mittelfeldmann hatte aber wohl zu viel Zeit zum Nachdenken – heraus kam ein harmloser Lupfer.
Gabriel Bamezon und Isaiah Stainbank vergaben noch weitere gute Gelegenheiten für Esens. Der Landesligist musste sich vorwerfen lassen, vor dem Fehntjer Strafraum zu verspielt und nicht klar genug zu agieren. Die optische Überlegenheit der Esenser, mit gelegentlichen Nadelstichen des SVG, wurde in der zweiten Halbzeit noch offensichtlicher. Die Fehntjer Abwehr stand jedoch sicher und ließ in den ersten 30 Minuten keine nennenswerte Chance der Esenser zu. Das Spiel plätscherte vor sich hin, da lag der Ball dann doch im Tor. Der eingewechselte Ben Smidt erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld und bediente den flinken Hohn, der platziert abschloss.
In der beeindruckenden Schlussoffensive des SVG wurde es noch zwei bis drei Mal brenzlig im Esenser Strafraum, dann durften die Spieler von Trainer Ralf Backhaus den Einzug in die nächste Runde feiern, in der Bezirksligist BW Borssum der Gegner sein wird. Trainer Le Tran blickte nach dem Spiel schon nach vorne. „Dann haben wir Aurich zum Derby hier, das ist wichtiger.“