Bremen Bremer Zoll erwischt mutmaßlichen Drogenkurier mit über zwei Kilo Marihuana
Man kann es ja mal versuchen: Die Frage von Zollbeamten, ob Rauschmittel mitgeführt werden, hat ein Autofahrer verneint. Dennoch stieg den Beamten der typische Cannabisgeruch in die Nase.
Der Zoll hat bereits am Sonntag bei einer Pkw-Kontrolle auf der Autobahn 27 bei Bremen über zwei Kilo Marihuana sicherstellen können. Wie das Hauptzollamt erst vier Tage später berichtete, verneinte der 32-jährige Fahrer, der mit einem Leihwagen unterwegs war, die Frage der Beamten nach mitgeführten Rauschmitteln. „Die Zollbeamten nahmen jedoch im Fahrzeug den typischen Cannabisgeruch wahr“, heißt es im Bericht.
Schnell wurden sie fündig, denn das Rauschgift war in einem auf der Rücksitzbank abgestellten Karton deponiert. „Die Menge von zwei Kilo Marihuana lässt vermuten, dass wir es mit einem Drogenkurier zu tun haben“, erläutert Nicole Tödter, Leiterin des Hauptzollamts Bremen. „Der Zoll kontrolliert zur Bekämpfung des innereuropäischen Drogenschmuggels an Autobahnen und anderen Straßen im gesamten Bundesgebiet. Stellen wir Drogen fest, leiten wir auch bei geringsten Mengen sofort ein Strafverfahren ein“, führt Tödter fort.
Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Zollfahndungsamt Hannover übernommen. Noch vor Ort wurde ein Strafverfahren eingeleitet und der Fahrer vorläufig festgenommen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnte eine weitere geringe Menge an Marihuana sichergestellt werden. Das gesamte Rauschgift hat den Beamten zufolge einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 15.000 Euro.