Start der Auricher Frauen in die Oberliga-Saison Die Teenager-Elf vom Ellernfeld
Die Auricher Frauen gehen mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren in die Oberliga-Saison. Das sind die Ziele des Trainers.
Aurich - Mental haben die Fußballerinnen der Sportvereinigung Aurich den verpassten Aufstieg nach der 1:4-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig verarbeitet. „Wir müssen aber noch ein paar Wunden lecken“, sagt Tammo Pfeiffer. Damit spielt der SpVg-Trainer auf die sehr kurze Phase der Regeneration an. Nur knapp zehn Tage durften die Frauen nach dem Relegationsspiel pausieren, dann startete die Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison.
Nach der Meisterschaft in der abgelaufenen Spielzeit wollen die Auricherinnen wieder ganz oben mitspielen. Geplant war dieses Vorhaben erst in zwei bis drei Jahren, doch die SpVg rauschte als Aufsteiger durch die Liga und holte sich gleich den Titel. „Wir wollen wieder unter die ersten Fünf kommen und uns fußballerisch verbessern. Die Liga ist mit den drei Absteigern aus der Regionalliga stärker geworden und auch andere Mannschaften wie der SV TiMoNo haben sich gut verstärkt“, sagt Pfeiffer. Eigentlich wollte Pfeiffer mit seinem Trainerteam mehr Erfahrung in die Mannschaft bringen, doch das hat laut Pfeiffer nicht ganz so gut geklappt. „Der Altersdurchschnitt ist noch einmal gesunken. Er liegt jetzt bei knapp 19 Jahren“, so der SpVg-Trainer. Neu in der Mannschaft sind einige Spielerinnen, die unter Trainer Stefan Wilts Erfahrungen in der B-Juniorinnen-Bundesliga sammeln durften. Emma Schurwonn hat bereits in der vergangenen Saison ab und zu ausgeholfen und hat sich für einen Verbleib bei der Sportvereinigung entschieden. Genau wie die flinke Außenstürmerin Elisabeth Steiner. Nach einem Kreuzbandriss rechnet SpVg-Trainer Pfeiffer aber erst in der Rückrunde mit der jungen Stürmerin.
Neuzugänge mit Bundesliga-Erfahrung
Dazu gesellen sich Lara Frisch, Hannah Marie Lohmann und Seraphina Esadore. Selbst ins Spiel gebracht hat sich Ditta Heuer, die früher bei Turbine Potsdam spielte und nun nach einem Jahr aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt ist. „Sie hat bei uns angerufen, das war schon ungewöhnlich“, sagt Pfeiffer. Den Neuzugängen stehen drei Abgänge gegenüber. Die langjährigen SpVg-Spielerinnen Hilka Behrends und Anna de Vries haben ihre Laufbahn beendet, Lisa Hillemeyer hat den Verein im Sommer verlassen. „Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Kader. Ich habe jetzt 24 Spielerinnen und die Neuen werden uns guttun“, sagt Pfeiffer.
Vor allen Dingen spielerisch soll es jetzt leichtfüßiger und strukturierter auf dem Platz werden. „Wir wollen unsere spielerischen Mittel mehr nutzen und nicht immer gleich den tiefen Ball spielen“, sagt der Trainer. Beim 3:2-Pokalerfolg beim Regionalliga-Absteiger Osnabrück habe dies gut geklappt. „Dort haben wir das Tempo mehr variiert.“
Meister muss wieder in die Relegation
Eines steht schon vor Beginn der Saison fest: Der Meister muss wieder in die Aufstiegs-Relegation gegen den Meister aus der Ost-Staffel. „Das ist bedauerlich, dass ein Meister nicht mit dem sofortigen Aufstieg belohnt wird“, spricht Pfeiffer auch seinen Trainerkollegen aus der Seele. Deshalb hat sich Pfeiffer die andere Staffel auch noch nicht genau angeschaut.
Der erste Gegner am Sonntag war auch der Erste in der vergangenen Saison. Vor einem Jahr gewannen die Auricherinnen das erste Spiel gegen den SV Andervenne mit 4:3. Doch auch der Gegner habe sich gut verstärkt, Pfeiffer erwartet ein schweres Spiel. Immerhin ist die Bank wieder besser gefüllt, nachdem einige Spielerinnen aus dem Urlaub zurückgekehrt sind.