Fußball-Bezirkspokal Sieben Gegentore und zwei Platzverweise für Middels
Der TuS Middels verliert das Pokalspiel gegen Landesligist Firrel mit 0:7. Schon früh waren die Pläne des Trainers über den Haufen geworfen worden.
Middels - Nach der guten Vorbereitung und dem gelungenen Saisonstart hatten sich die Middelser für das Bezirkspokalspiel gegen GW Firrel viel vorgenommen. Doch der Landesligist zeigte dem TuS deutlich seine Grenzen auf und gewann mit 7:0. Besonders ärgerlich für Middels: Noah Kübler und Junior Doumbia flogen vom Platz und werden Trainer Tobias Ryl auch am Sonntag im Ligaspiel gegen Norden fehlen. „Zum Zeitpunkt der Platzverweise war das Spiel schon gelaufen“, sagte Ryl.
Bereits nach wenigen Sekunden waren die Pläne des Bezirksligisten über den Haufen geworfen worden. Manuel Suda gewann einen Zweikampf und traf zur Firreler Führung. „Danach waren wir unsicher und Firrel hat seine ganze Klasse ausgespielt und nach dem schnellen Tor immer weiter Druck ausgeübt“, so der Middelser Trainer.
Ärger über zwei Platzverweise
Bereits nach einer knappen halben Stunde war das Spiel praktisch entschieden. Klaas Folkerts schnürte in der 21. und 28. Minute einen Doppelpack. Tobias Ryl reagierte und wechselte Manuel Menzel für Christoph Wirz ein. Doch auch der ehemalige Kickers-Spieler brachte keine Stabilität. Firrel dominierte die Partie und traf noch vor der Halbzeit durch Steef Borgman zum 4:0 für die Gäste.
Nach dem Wechsel schwächten sich die Middelser dann selbst. Noah Kübler meckerte nach einer gelben Karte weiter und wurde von Schiedsrichter Matthias Lange mit gelb-rot in die Kabine geschickt. Mit einem Spieler mehr auf dem Feld baute Firrel die Führung aus. Klaas Folkerts erwischte einen richtig guten Tag und und erzielte mit seinem zweiten Doppelpack vier Tore.
„Das war eine richtige Lehrstunde“
In der Schlussphase wurde es dann hitzig. Junior Doumbia lieferte sich mit seinem Gegenspieler ein Handgemenge, beide Spieler sahen die Rote Karte. „Das war ein wenig undurchsichtig, aber der Firreler Spieler hat die Situation wohl ausgelöst“, sagte Ryl.
Der eingewechselte Lasse Härtel setzte dann den Schlusspunkt zum 7:0 aus Firreler Sicht, danach durfte auch Ryl durchpusten. „Das war eine richtige Lehrstunde, der Gegner eine Stufe zu hoch für uns“, analysierte Ryl die deftige Packung nach dem Spielende.
Doch Ryl ist auch Optimist. „Das Schöne am Fußball ist, dass man seine Fehler schnell wieder gutmachen kann.“ Für Middels ist Sonntag die Gelegenheit im Spiel gegen den FC Norden. Dann will der TuS den Traumstart mit zwei Siegen perfekt machen – dann redet auch niemand mehr über das Desaster im Pokal.