Cuxhaven Cuxhaven für Kinder, Senioren, Familien im Test: Insider-Tipps und Preise
Ist Cuxhaven der schönste Badeort für Kinder, Familien und Senioren im Norden? Wir testen. Sie entscheiden, wo man im Norden am besten Urlaub machen kann. Abstimmen und tolle Preise gewinnen.
Im Rahmen unseres großen Sommerspezials „Urlaub mal anders“ suchen wir den schönsten Badeort im Norden. Unsere Reporter stellen 15 Urlaubsorte vor. Hier können Sie abstimmen. Unter den Teilnehmern verlosen wir tolle Reisen. Heute geht es an die Wurster Nordseeküste nach Cuxhaven.
Wer Urlaub in Cuxhaven macht, bekommt gleich drei Kurorte in einem: Döse, Duhnen und Sahlenburg. Die anderen acht Stadtteile werden kaum touristisch genutzt. Und das ist auch der Reiz an dem Ferienort. Viele andere Kur- und Urlaubsorte werden (fast) rein touristisch genutzt und versprühen in der Folge den Charm einer Disneyland-Attraktion: wunderschön, aber irgendwie nicht „echt“. Nicht so in Cuxhaven. Wer hier die Küste entlanggeht, kann Fischern bei der Arbeit, ausgedehnten Offshore-Windfarmen beim Drehen und Touristen beim Flanieren beobachten.
Was nicht heißen soll, dass es hier nicht Wind, Watt und Weite gibt. Die Strände sind ausgedehnt, naturbelassen und wunderschön. Zudem sind sie bei Ebbe locker doppelt so groß: Eine Fläche, die für Pferderennen oder Wanderungen bis zur Insel Neuwerk genutzt wird. Letztere ist der übrig gebliebene Rest, der darauf hindeutet, dass Cuxhaven einst aus Hamburg beherrscht wurde. Ein Faktum, das man sonst nur noch an einzelnen Sehenswürdigkeiten wie dem Hamburger Leuchtturm oder der berühmten Kugelbake sehen kann, die einst vom Rat der Stadt Hamburg errichtet wurden.
Wer nach Cuxhaven reist, sollte sich vorher überlegen, was er vorhat, denn die drei Kurorte füllen ganz unterschiedliche Nischen. Duhnen, der bekannteste der drei Orte, ist quasi die Touristenhochburg von Cuxhaven. Hier ist die Dichte von Hotels, Geschäften und Strandkörben am größten. In der Folge findet hier am meisten „Action“ statt. An der Strandpromenade gibt es fast täglich irgendeinen Markt oder ein Event. Auch die meisten Bars und Kneipen liegen dort, falls man sich für das Cuxhavener Nachtleben interessiert.
Döse ist etwas entspannter, aber hat dafür die relevantesten Sehenswürdigkeiten des Ortes zu bieten. So liegt dort etwa das Wahrzeichen der Stadt, die Kugelbake, die den Übergang von der Elbe in die Nordsee markiert. Unter ihr kann man wunderbar die durchfahrenden Schiffe beobachten. Schließlich muss jedes Schiff, das den Hamburger Hafen besuchen will, durch Cuxhaven. Ebenfalls zu empfehlen ist die Aussichtsplattform „Alte Liebe“, die auch in einem Gedichtfragment von Heinrich Heine verewigt ist.
Wer sich für die Natur interessiert, sollte sich auf den Weg nach Sahlenburg machen. Dort gibt es neben zwei großen Campingplätzen auch das Besucherzentrum Wattenmeer als auch weitläufige Wald- und Strandflächen.
Einer der besten Punkte an Cuxhaven ist der ausgedehnte Fährverkehr. So kann man von hier relativ schnell die berühmten Inseln Helgoland und die Hamburger Exklave Neuwerk besuchen. Letztere kann man bei Ebbe übrigens auch zu Fuß oder mit dem Pferdewagen erreichen. Wer sich zu einer Wattwanderung entschließt, sollte sich aber peinlich genau an die Wanderzeiten halten, sonst droht man von der Flut überrascht zu werden.
Trockenen Fußes nach Helgoland zu kommen, wird etwas schwerer, doch mit der „Halunder Jet“ kommt man auch stilvoll mit dem Schiff dorthin. Die Highspeed-Fähre macht bis zu 65 km/h und ist mit allem nur denkbaren Luxus ausgestattet. Das günstigste Ticket kostet 66,70 Euro pro Erwachsener. Allerdings gibt es auch zahlreiche langsamere (und deutlich günstigere) Bootstouren.
Eine ebenfalls nette Freizeitbeschäftigung in Cuxhaven ist das Schiffe-Beobachten. Das geht etwa besonders gut unterhalb der Kugelbake oder von der Alten Liebe aus. Auch an Sportangeboten mangelt es nicht. So kann man etwa Surfen, Wandern und besonders schön Fahrradfahren. Zudem gibt es einen Jachthafen für Segelboote. Wer in Cuxhaven übernachtet, kann die Strände übrigens umsonst betreten, wenn er seine Gästekarte präsentiert.
Wer feiern will, tut das am besten in den Bars und Kneipen von Duhnen. Zudem gibt es dort zahlreiche exzellente Restaurants. Wem der Sinn nach Fisch steht, kann diesen etwa sehr gut mit Blick auf den Hafen im Restaurant „Alte Liebe“ konsumieren. Das Chinarestaurant „Bambus“ in Döse bietet zudem eine sehr leckere Hoisin-Sauce.
Eindeutig. Die Kurverwaltung bietet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder an. Vom Geschichtenvorlesen im Strandkorb über die gemeinsame Spielzeit mit Familien bis hin zum gemeinsamen Basteln gibt es quasi jeden Tag eine Gratis-Veranstaltung für Familien. Montags, mittwochs und freitags können Kinder sich zum „Beach-Volleyball-Treff“ begeben, um gegeneinander Volleyball zu spielen. Donnerstags gibt es auch ein Turnier.
Wenn es an den Strand geht, müssen Eltern jedoch selbst aufpassen. Zwar gibt es an den öffentlichen Stränden Rettungsschwimmer, doch einen Kinderstrand oder eine gesonderte Badeaufsicht gibt es nicht.
Das ist je nach Kurort unterschiedlich. Am teuersten ist es generell in Duhnen. Je weiter man von dort entfernt ist, desto billiger wird es. Im Großen und Ganzen bewegen die Preise sich aber im normalen Rahmen. Ein paar beliebig ausgewählte, nicht statistisch repräsentative Preise:
Auch für Senioren ist Cuxhaven nicht ungeeignet. Die meisten aber nicht alle Strände sind barrierefrei erreichbar. Lediglich der Deich kann an vielen Stellen nur über Treppen betreten werden. Die Wege zwischen den Kurorten sind relativ lang, sodass die Wahl der Unterkunft eine größere Rolle spielt, wenn längere Fußwege keine Option sind.
Cuxhaven ist eine Reise wert. Der sympathische Ort versprüht ein herrliches Gefühl von „Echtheit“ und besticht mit unterschiedlichen Ortsteilen, mit ganz eigenem Lebensgefühl. Insbesondere Familien mit Kindern finden hier viele Möglichkeiten, einen tollen Urlaub zu erleben. Senioren und Menschen, die es eher ruhig mögen, ziehen vielleicht lieber einen anderen Badeort im Norden vor.