Saisonstart in der Ostfrieslandklasse A Ihlow erst unsortiert, dann eiskalt
Die Eintracht aus Ihlow dreht das Spiel gegen Plaggenburg und gewinnt mit 4:1. Das neue Trainerteam feiert einen gelungenen Einstand – auch die anderen Auricher Mannschaften starten erfolgreich
Ostfriesland Zum Start in die Ostfrieslandklasse A feierten Westerende und Großefehn überzeugende Auswärtssiege in Groß-Midlum und Blomberg. Plaggenburg unterlag nach früher Führung am Ende deutlich in Ihlow, doch für die Gäste war deutlich mehr möglich.
Ihlow – Plaggenburg 4:1
Die Eintracht aus Plaggenburg ging in der elften Spielminute durch ein Freistoßtor von Keno Thiele in Führung. Ihlow wirkte in der Folge unsortiert und die Gäste hatten in der ersten Halbzeit weitere gute Torchancen, die zum Teil kläglich vergeben wurden. „Wir hätten zur Halbzeitpause mit drei bis vier Toren führen müssen“, bemerkte Plaggenburgs Trainer Klaus-Dieter Scherf.
Ihlow war in der ersten Hälfte nur durch gelegentliche Konter gefährlich. Besonders Angreifer Luca Wendeling setzte dabei durch Einzelaktionen immer wieder Akzente, blieb aber vorerst im Abschluss unglücklich. Das änderte sich in der 33. Minute. Wendeling setzte sich auf der rechten Seite durch und traf aus dem Halbfeld mit seinem starken linken Fuß zum Ausgleich. In der Schlussminute der ersten Halbzeit landete eine Hereingabe auf dem Oberschenkel von Justin Möhlmeyer und von dort zur Ihlower Pausenführung im Plaggenburger Tor. „Wir sind katastrophal reingekommen und hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit drei oder vier Toren in Rückstand geraten wären“, analysierte Ihlows Trainer Jannik Swieter.
In der zweiten Spielhälfte machte Ihlow vieles besser und Plaggenburgs Konter wurden früh abgefangen. Nach Toren von Oktawian Ciaciak in der 51. Minute und dem zweiten Treffer von Luca Wendeling (85.) endete das Spiel mit einem, nach dem Spielverlauf zu hohen Ihlower Sieg.
Tore: 0:1 Thiele (11.), 1:1 Wendeling (33.), 2:1 Möhlmeyer (45.), 3:1 O. Ciaciak (54.), 4:1 Wendeling (85.).
Eintracht Ihlow: Luitjens, Möhlmeyer, Wendeling (89. Lerf), O. Ciaciak, Schmidt (67. Eisbach), Biller, Liebich-Flessner, Siebels, Rehling, Krüger (51. U Ciaciak), Grobbel (80. Uken).
Eintracht Plaggenburg: Collmann, Hallenga, Janßen (46. Janotta), Ihnen (58. Janssen), Best, Thiele, Friedrichs, Habben (53. Gerdes), Henneken, Ubben (67. Wicht), Adam.
Groß-Midlum - Westerende 1:3
Westerende kassierte früh das erste Gegentor. Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde der erste Torschuss nicht gut verteidigt und landete im Sechszehner bei Daniel Duitsmann, der zum 1:0 abstaubte. „Das war der Hallo-Wach-Effekt für uns“, bemerkte Westerendes Trainer Klaus Hoofdmann.
Der TuS fand im weiteren Verlauf immer besser in das Spiel und baute auf Basis einer Viererkette das Spiel oft über den schnellen Rechtsaußen Leon Hanssen auf. Mit Erfolg. In der 12. Spielminute erreicht eine Hereingabe von Hanssen Andre Hölscher im Sechszehner, der zum Ausgleich in das kurze Eck traf. Ein Doppelschlag von Hanssen in der 20. und 42. Minute führte zum 1:3 Pausenstand.
In der Anfangsphase der zweiten Hälfte hatte Westerende direkt noch eine Torchance durch Hannes Ihnen, die jedoch ohne Abschluss blieb. Danach kam Groß-Midlum besser in das Spiel, aber Westerende verteidigte die Pausenführung erfolgreich über den Rest der Spielzeit.
Tore: 1:0 Duitsmann (2.), 1:1 Hölscher (12.), 1:2 Hanssen (20.), 1:3 Hanssen (42.)
TuS Westerende: Busker, Weinstock, Hanssen (46. Werthmann), Stüven, Hölscher (90.+2 Ditzfeld), Roschmann, E. Janssen (64. Hoffmeyer), Ihnen (82. Bohlen), Bünting, Heyen (B. Janssen), Hayenga.
Blomb. – Großefehn 0:4
Die erste Halbzeit verlief zäh. Viel Gerangel im Mittelfeld und auf beiden Seiten nur wenige Toraktionen. Ein Blomberger Lattenschuss in der siebenten Spielminute blieb der Höhepunkt der ersten Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte ein anderes Bild. Großefehn dominierte aus einer sicheren Verteidigung heraus. Folge waren zwei schnelle Tore durch Nick Fahnster (48.) und Nils Buschmann (53.).
Im weiteren Verlauf blieben die Fehntjer torhungrig. Maik Schmidt erhöhte in der 69. Minute auf 3:0 aus Sicht der Gäste und Tomko Ulferts markierte das 4:0 Endergebnis für Großefehn. Spielertrainer Yannick Weber freute sich besonders, dass das Spiel ohne Gegentor endete.
„Man muss erst mal gegen Blomberg zu Null spielen“, so Großefehns Trainer Weber. „Wir haben aufgrund der zweiten Halbzeit verdient und überzeugend gewonnen.“
Tore: 0:1 Fahnster (48.), 0:2 Buschmann (53.), 0:3 Schmidt (70.), 0:4 Ulferts (85.)
SV Großefehn: Ziegler, Steinhorst (55. Janssen), Fahnster, Ulferts, Buschmann, Weber (70. Zimmermann), Dirks, Sievers, Schmidt, Meyer, Meyerhoff, Kessemeier (85. Willen/ 87. Propenko).