Rechtes Konzert  Polizei kündigt Großaufgebot in der Krummhörn an

Kim Hüsing
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Von Kim Hüsing
| 04.08.2023 14:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Einlasskontrolle bei einem Rechtsrock-Konzert in Thüringen. Auch für Canum hat die Polizei Aurich Präsenz angekündigt. Foto: DPA
Einlasskontrolle bei einem Rechtsrock-Konzert in Thüringen. Auch für Canum hat die Polizei Aurich Präsenz angekündigt. Foto: DPA
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Die Polizei Aurich/Wittmund kündigt für Sonnabend Kontrollen in der Krummhörn an. Das Geschehen rund um das der rechten Szene zugeordnete Konzert werde genau beobachtet.

Krummhörn - Die Polizei Aurich/Wittmund bereitet sich nach Angabe von Sprecherin Wiebke Baden intensiv auf den Einsatz rund um das der rechten Szene zugeordnete Konzert am Sonnabend, 5. August, in der Krummhörn vor. Laut Mitteilung werde die Polizei mit starken Kräften vor Ort sein. Es werde in dem Zusammenhang auch Kontrollen geben. Bisher gebe es keine Erkenntnisse zu einer rechtsextremen oder neonazistischen Szene in der Gemeinde Krummhörn. Die Polizei beobachte das aber weiterhin sehr genau.

Unterstützt werde die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund am Sonnabend unter anderem von der Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei und benachbarten Kräften. Auch der Staatsschutz werde vor Ort sein. „Sollte es Hinweise auf strafbare Handlungen geben, werden diese konsequent verfolgt“, heißt es.

Klare Worte des Polizeipräsidenten

Im Vorfeld des Konzertes „Live in der Krummhörn 2“ auf dem Gelände des Lohnunternehmen Friedrich Voß ist in Canum auch eine Protestaktion angekündigt. Die Partnerschaft für Demokratie hat eine Mahnwache angemeldet. Sie beginnt um 18.15 Uhr und werde ebenfalls polizeilich begleitet, so die Sprecherin.

Der Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, Michael Maßmann, verdeutlichte laut Mitteilung, dass die Polizei die Entwicklungen rund um das Konzert in der Krummhörn sehr genau beobachte und im Blick habe. Maßmann stellte unmissverständlich klar: „Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um für einen störungsfreien Verlauf von gesetzeskonformen Veranstaltungen zu sorgen. Wir sind gut aufgestellt und schauen genau hin. Sobald es Anzeichen für strafbare Handlungen gibt, schreiten wir mit aller Konsequenz ein. Bei uns ist kein Millimeter Platz für rechtsextremes Gedankengut. Das ist vollkommen klar!“

Zunächst wurden für das umstrittene Konzert die Bands „„Gehasst, verdammt, vergöttert“, „Ernst-Fall“ und „Goethes Jungs“ angekündigt. Die „Böhse Onkelz“-Coverband „Gehasst, verdammt, vergöttert“ hat Verbindungen in die Neonaziszene, ebenso die Veranstalter. Nachdem sich Widerstand formierte, wurden die beiden erst genannten Bands durch eine andere Coverband mit dem Namen „Viva Los Tios“ sowie den Wolfgang-Petry-Cover-Musiker Thomas Berger ersetzt. „Goethes Jungs“ sagten den Auftritt auf ihrer Facebook-Seite ab.

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