Start in die Bezirksliga  Großefehn nimmt Favoritenrolle an

| | 04.08.2023 12:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der SV Großefehn wird häufig genannt, wenn es um die Favoriten in der diesjährigen Saison geht. Trainer Bi Le Tran wehrt sich nicht dagegen, er sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Foto: Stephan Friedrichs
Der SV Großefehn wird häufig genannt, wenn es um die Favoriten in der diesjährigen Saison geht. Trainer Bi Le Tran wehrt sich nicht dagegen, er sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Foto: Stephan Friedrichs
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Der Vizemeister startet mit Ambitionen in die neue Bezirksliga-Saison. Weshalb die Statik des Spiels etwas verändert worden ist.

Ostfriesland - Lange und harte Trainingswochen liegen hinter den Fußballern der Bezirksliga. An diesem Wochenende fällt endlich der Startschuss für die neue Saison. Eine Reise ins Ungewisse, die Liga scheint ausgeglichener als in der abgelaufenen Saison, eine Übermannschaft wie den TuS Esens scheint es nicht zu geben und auch im Abstiegskampf dürfte es eng zugehen.

Der SV Großefehn wird nach der Vizemeisterschaft häufig als Favorit auf den Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga genannt. Mit dieser Bürde können die Fehntjer aber gut umgehen. „Wir waren letztes Jahr Zweiter und aus der Landesliga ist kein Absteiger runtergekommen. Da ist es doch logisch, dass wir zu den Favoriten gehören“, sagt Großefehns Trainer Bi Le Tran. Vielleicht ist mit Germania Leer noch ein Titelaspirant hinzugekommen. Auch Le Tran war beeindruckt vom 6:1-Pokalerfolg der Leeraner gegen Larrelt. „Mit ihren Verstärkungen sind sie eine Wundertüte“, sagt Le Tran.

Großefehn empfängt zum Auftakt am Sonnabend (16 Uhr) Aufsteiger Borssum im Mühlenstadion. Kein Selbstläufer, wie Le Tran glaubt. „Sie sind ein sehr starker Aufsteiger, wie auch schon im Pokal zu sehen war.“

Die Statik des eigenen Spiels hat sich mit dem Rückzug von Kapitän Hauke Specht ein wenig verändert. Fußballerisch setzen die Fehntjer zwar immer noch auf ein kontrolliertes Kurzpassspiel. Doch statt hohe Bälle in den Strafraum zu schlagen, wollen es die Fehntjer nun häufiger über das Zentrum versuchen. „Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir schon auf einem guten Weg sind“, so Le Tran.

Personell kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. 21 Spieler waren beim Training, nur hinter dem Einsatz von Helge Janssen steht ein Fragezeichen. Die bittere Niederlage vor heimischen Publikum im Finale des Ostfriesland-Pokals haben die Fehntjer bereits verdaut. „Das war sehr schade, aber wir lernen aus unseren Fehlern“, sagt Le Tran.

Wiesmoor führt dieVideoanalyse ein

Auch in Wiesmoor sind alle gespannt auf den Start. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Zimmermann muss am Sonntag beim FC Norden antreten. „Wir sind heiß wie Frittenfett und guter Dinge“, sagt Zimmermann. Der Auftritt im Pokal gegen Wilhelmshaven hat noch mal einen Schub gegeben. Anschließend gab es für Zimmermann und die Spieler eine Premiere. „Wir haben zum ersten Mal eine Videoanalyse gemacht. Das hat den Jungs gut gefallen“, sagt der VfB-Trainer.

Wiesmoors Trainer Jürgen Zimmermann ist nach eigenen Angaben „heiß wie Frittenfett“. Foto: Bernd Wolfenberg
Wiesmoors Trainer Jürgen Zimmermann ist nach eigenen Angaben „heiß wie Frittenfett“. Foto: Bernd Wolfenberg

Möglich gemacht hat dies ein Neuzugang. René Otto, Rückkehrer von Landesligist GW Firrel, kennt sich laut Zimmermann aus auf diesem Gebiet. Auf dem Feld soll Otto mit Jürgen Zimmermann junior ein kompaktes und spielstarkes Mittelfeld-Duo bilden. „Man merkt, dass René höher gespielt hat“, freut sich Zimmermann über den Neuzugang.

Und dieser Neuzugang hat selbstverständlich eine Wiesmoorer Vergangenheit. Wie Otto kommen auch fast alle anderen Spieler im Kader aus Wiesmoor und der unmittelbaren Umgebung. „Das sind alles Wiesmoorer Jungs. Dass mit einfachen Mitteln vieles möglich ist, sieht man am Beispiel Wallinghausen“, sagt Zimmermann.

In Norden erwartet Zimmermann einen unbequemen Gegner. Oft hatte sich Wiesmoor in der Vergangenheit schwer getan gegen Norden, nun soll mindestens ein Unentschieden her zum Saisonauftakt. „Wenn wir kompakt stehen, sind wir nur schwer zu schlagen“, sagt Zimmermann.

Der TuS Middels steigt mit einem Auswärtsspiel in Holtland in die Saison ein. Dort ist der 37-jährige Wittmunder Tobias Ryl vom Co-Trainer zum Chefcoach aufgestiegen. Auch die Mannschaft hat sich verändert. Die langjährigen Abwehrstrategen Johann Fass und Manuel Menzel sind nicht mehr mit dabei. Die vergangenen Saison schloss Middels auf Platz sechs ab, damit wären die verantwortlichen sicherlich auch in dieser Saison zufrieden.

Ostfrieslandcup-Sieger Wallinghausen darf sich noch ausruhen. Da 17 Mannschaften in dieser Saison auf Punktejagd gehen, muss an jedem Spieltag ein Team aussetzen.

Das Spiel der SpVg Aurich bei Germania Leer ist auf den 9. September verlegt worden. Grund ist eine Vereinsfeier der Auricher.

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