Abriss in Auricher Innenstadt  Schutthaufen statt Kunstschule

Kim Hüsing
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Von Kim Hüsing
| 01.08.2023 16:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Direkt hinter dem Parkscheinautomat fallen die Wände der ehemaligen Kunstschule an der Osterstraße. Foto: Romuald Banik
Direkt hinter dem Parkscheinautomat fallen die Wände der ehemaligen Kunstschule an der Osterstraße. Foto: Romuald Banik
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Die ehemalige Kunstschule an der Osterstraße ist kaum noch zu erkennen. Statt der Graffiti-Fassade ist dort ein großer Schutthaufen zu sehen. Derweil kämpfen die Bauarbeiter am Neubau mit dem Regen.

Aurich - Was mühsam Stein für Stein aufgebaut wurde, ist ruckzuck wieder abgerissen. Derzeit rücken die Bagger der ehemaligen Kunstschule „Miraculum“ in der Auricher Innenstadt zu Leibe. Im Vorfeld wurde die Statik, auch der Nebengebäude, ausreichend geprüft, sagt Mirko Wento als Fachdienstleiter Planung bei der Stadt Aurich. Deshalb erwartet er jetzt beim Abriss auch keine großen Überraschungen.

Zwar wurde zu Zeiten des Baus der Kunstschule noch nicht so auf Schadstoffe geachtet wie heute. Doch mit größeren Mengen rechnet der Fachmann nicht. Bevor jedoch die Außenhülle fallen konnte, wurde das Innenleben des Gebäudes entkernt. „Das nimmt mehr Zeit in Anspruch“, sagt Wento. So mussten Anschlüsse umgelegt werden. Dies sei im Vorfeld mit den Eigentümern der umliegenden Gebäude an der Osterstraße vereinbart worden.

Wetter gefährdet Arbeiten am Neubau

„Es ist schon ein komisches Gefühl“, sagt Steffi Leferink als Leiterin des „Miraculum“ zum Abriss. Sie sei erst vor Kurzem aus dem Urlaub zurück. Es sei merkwürdig, jetzt nur noch Reste der alten Kunstschule und den großen Schutthaufen zu sehen. Doch würden sie sich am Übergangsstandort der Kunstschule auch ganz wohl fühlen, so Leferink.

Der Abriss der ehemaligen Kunstschule geht trotz der Nähe zu den Nachbargebäuden zügig voran. Foto: Romuald Banik
Der Abriss der ehemaligen Kunstschule geht trotz der Nähe zu den Nachbargebäuden zügig voran. Foto: Romuald Banik

Parallel zum Abriss geht es auch am neuen Standort der Kunstschule voran. Anfang Juni gab es den ersten Spatenstich, nun werden die Bodenplatten ausgelegt, so Wento. Ein zweigeschossiger massiver Anbau sowie ein eingeschossiger Holz-Rahmen-Bau werden hinter den Häusern am Ende der Osterstraße entstehen. Daneben wird der Bestand, der teilweise unter Denkmalschutz steht, umgebaut. Derzeit mache das Wetter die Arbeiten jedoch nicht einfacher, so der Planungsleiter.

Innenausbau folgt 2024

Die Aufträge für die Hauptgewerke seien alle vergeben, informiert Wento. Wann die Außenhülle stehen werde, kann er angesichts des Dauerregens momentan aber nicht abschätzen. Der Innenausbau der neuen Räume solle auf jeden Fall im kommenden Jahr erfolgen. Zum Jahresende wolle die Kunstschule dort dann einziehen.

In den Planungen, die 2020 vorgestellt wurden, ist vorgesehen, auf der Fläche zwischen dem neuen Stadthaus und dem OLB-Parkplatz einen öffentlichen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen.

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