Shoppen bis Mitternacht  Mit Dixieland und Fackelschein

Folkert Bents
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Von Folkert Bents
| 29.07.2023 16:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Shoppen bei Fackelschein. Viele Besucher von „Marienhafe bei Nacht“ nutzten die Gelegenheit des Späteinkaufs. Foto: Folkert Bents
Shoppen bei Fackelschein. Viele Besucher von „Marienhafe bei Nacht“ nutzten die Gelegenheit des Späteinkaufs. Foto: Folkert Bents
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Viel los war bei der Einkaufsnacht in Marienhafe. In und vor den Geschäften bekamen die Besucher einiges geboten.

Marienhafe - Einen guten Draht zum Wettergott müssen die Marienhafer Geschäftsleute haben. Nachdem dem es tagelang unbeständig war und noch wenige Stunden zuvor in Strömen geregnet hatte, zeigte sich das Wetter am Freitagabend zur Marienhafer Einkaufsnacht von seiner besten Seite.

Dies war wohl ein Grund dafür, dass es die Besucher in Scharen zur 17. Auflage von „Marienhafe bei Nacht“ ins Zentrum des Brookmerlandes zog. „Wir sind hoch zufrieden mit der Resonanz“, zeigte sich der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Marienhafer Kaufleute (IG), Manfred Kruse, schon zur Halbzeit der Einkaufsnacht erfreut.

Preisnachlässe lockten

Ab 20 Uhr wurde es voll in den Geschäften, die mitzahlreichen Angeboten lockten. Zehn Prozent Einkaufsrabatt im Edeka-Markt Kruse sorgte für Schlangen an den Kassen. Das Team von Optik Moltz konnte erst spät am Abend eine kurze Cocktail-Pause einlegen, Peter Adena, Inhaber von Sport Schoolmann, kam bei seinem „Sommerschlussverkauf“ richtig ins Schwitzen und auch in den anderen Läden sah es ähnlich voll aus.

Am Marktplatz unterhielt Oliver Jüchems die Besucher. Für den gebürtigen Brookmerlander war es ein Heimspiel. Foto: Folkert Bents
Am Marktplatz unterhielt Oliver Jüchems die Besucher. Für den gebürtigen Brookmerlander war es ein Heimspiel. Foto: Folkert Bents

Vor den Geschäften in der Rosenstraße und auf dem Marktplatz war es von Beginn an proppenvoll. Überall dort, wo es zu essen, zu trinken gab und Musik spielte, sammelten sich die Besucher. Ein Sitzplatz, war heiß begehrt und so mancher musste ein wenig auf sein Bier oder die Speisen warten, so groß war der Andrang. Am Rondell, neben dem Störtebeker-Denkmal war es, wie in jedem Jahr besonders voll. Hier spielte Oliver Jüchems, Brookmerlands wohl bekanntester Musiker auf. Illuminiert von Fackeln sorgte vor dem Textilhaus Ennenga der Männerchor „Frischer Wind“ mit heimischen Klängen für gute Unterhaltung. Die „Flamingos“ wurden am Edeka Kruse von vielen Zuhörern unterstützt. In die Straßen von New Orleans fühlten sich die Nachtschwärmer versetzt: Den ganzen Abend über spielten und marschierten die sechs Musiker der „Mill Rose Jazzband“ aus Winschoten durch die Straßen. Angeführt vom „Grand Marshall“ Wietze de Roo brachten sie mit flottem Dixieland die Gäste in Schwung.

An vielen Stellen wurden Speisen und Getränke angeboten. Foto: Folkert Bents
An vielen Stellen wurden Speisen und Getränke angeboten. Foto: Folkert Bents

Einzig die Fans der „Speed Beats“ mussten ein wenig nach der Band suchen. Eigentlich sollte die Gruppe vor dem „Hotel zur Waage“ auftreten. Kurzfristig entschieden sich die Inhaber der „Waage“ aufgrund einer Wetterprognose den Auftritt in den Saal des Hotels zu verlegen. Keine gute Entscheidung, denn es blieb schön draußen und im Saal war die Zahl der Gäste überschaubar. Dafür war vor der „Waage“ umso mehr los. Bei Bier und Leckereien amüsierten sich die Gäste.

Zur kleinen Feierinsel hat sich in den vergangenen Jahren Straße Am Markt vor „Sport Schoolmann“ entwickelt. Hier drängten sich die Gäste vor dem „Flying Kitchen“ und wurden von der Auricher Band „Adenalin“ unterhalten.

Die „Mill Rose Jazzband“ aus Winschoten zog musizierend durch den Ortskern und unterhielt mit Dixieland-Klängen. Foto: Folkert Bents
Die „Mill Rose Jazzband“ aus Winschoten zog musizierend durch den Ortskern und unterhielt mit Dixieland-Klängen. Foto: Folkert Bents

Nicht dabei und von vielen Besuchern vermisst wurde der Stand der „Weinstube der Kirchengemeinde“. Nach dem Tod der Marienhafer Diakonin Monika Bauer in der Vorwoche (wir berichteten) verzichteten die Verantwortlichen auf eine Teilnahme, was bei vielen auf vollstes Verständnis stieß.

Beleuchtung in den Bäumen

Kurz nach Sonnentergang um 22 Uhr schaltete sich die Beleuchtung in den Bäumen entlang der Rosenstraße und dem Marktplatz ein und sorgte für das besondere Licht dieser Einkaufsnacht. Pünktlich um 23.30 Uhr riefen die Wirte zum „Last Call“ und um Mitternacht endete die „Marienhafer Einkaufsnacht mit zufriedenen Gästen und Geschäftsleuten.

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