Ausblick auf die Saison  Großefehntjer Fußballer neu formiert in die Punktspiele

Silke Meyer
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Von Silke Meyer
| 25.07.2023 16:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Das Trainerteam des SV Großefehn mit den Neuzugängen: Co-Trainer Anton Gorst (stehend von links), Holger Wulff, Florian Koning, Alexander Geis, Timo Kuhlmann, Trainer Bi Le Tran; Jan-Hauke Booms (hockend von links) und Nils Buschmann. Foto: Bernd Wolfenberg
Das Trainerteam des SV Großefehn mit den Neuzugängen: Co-Trainer Anton Gorst (stehend von links), Holger Wulff, Florian Koning, Alexander Geis, Timo Kuhlmann, Trainer Bi Le Tran; Jan-Hauke Booms (hockend von links) und Nils Buschmann. Foto: Bernd Wolfenberg
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Bezirksligist SV Großefehn ist nach dem Abgang von Toptorschütze Hauke Specht kommende Saison qualitativ anders besetzt als im Vorjahr. Das hat Einfluss auf das Spiel.

Großefehn - Wenn’s so einfach wäre: Besser abzuschneiden als in der Vorsaison ist für viele das Saisonziel. Vor einem Jahr konnte auch der Trainer der Bezirksliga-Fußballer des SV Großefehn das noch ganz entspannt so sagen. Denn damals war die Mannschaft von Bi Le Tran gerade aus der Abstiegsrunde herausgekommen. Aber jetzt? Die Fehntjer beendeten die vergangene Saison schließlich auf Tabellenplatz zwei. „Für viele überraschend“, sagt Le Tran. Jetzt also Platz eins? Der Trainer rechnet anders. Denn der SV Großefehn, der in die Saison 2023/24 geht, ist nicht vergleichbar mit dem Team aus der vorherigen.

Sechs Spieler sind aus dem Kader ausgeschieden. Allen voran mit Hauke Specht nicht nur der Top-Torschütze der Mannschaft, sondern auch einer in der Bezirksliga insgesamt. Dort belegte er in der Torjägerliste Platz zwei. Ganz weg ist Specht jedoch beim SV Großefehn nicht. Er unterstützt Tamme Bölts jetzt als Sportlicher Leiter.

Fehntjer Spiel wird anders werden

Sechs Spieler sind ganz neu ins Team gekommen. Plus Holger Wulff. Er ist bereits in der Winterpause 2023 nach sechseinhalb Jahren beim zuletzt in der Regionalliga spielenden BSV Kickers Emden zum SV (zurück)gewechselt. „Klar, dass unser Spiel mit dem Abgang von Hauke anders werden wird“, sagt Le Tran. Deshalb hat er sich auch Stück für Stück an das Saisonziel herangearbeitet. Stufe eins: „Erst mal die Vorbereitung abwarten.“ Man habe in den ersten Spielen schon gesehen, dass sich die Mannschaft erst finden muss, so der Trainer. Eins seiner Ziele: „Weniger Tore zu kassieren als in der vergangenen Saison.“ 43 waren das. „Wir haben zwar 100 Tore erzielt“, so Le Tran. Wie er fand, ganz gut. Nur die Zahl der Gegentore schmeckte ihm nicht: „Aber da arbeiten wir dran.“

„Wir hatten mit Blick auf den Stammkader recht schnell Planbarkeit für die Saison 2023/24“, sagt Tamme Bölts. Es sei bereits im Winter klar gewesen, dass mit Hauke Specht, Arne Sievers und Tim Ziegler drei Spieler am Ende der Saison ausscheiden würden. Relativ schnell sei aber auch klar gewesen, welche Spieler bleiben würden. Neuzugänge hätten früh zugesagt. „Einiges hat sich auch spontan entwickelt“, so Bölts. Zu einigen Spielern habe der Verein schon länger Kontakte gehabt, andere hätten sich unverhofft ergeben.

Ehemaliger Toptorschütze unterstützt Sportlichen Leiter

„Dass wir uns mit dem Abgang von Hauke im Sturm verstärken mussten, war klar“, sagt Bölts. Klar war für ihn aber auch, dass ein solcher Stürmertyp nicht noch einmal zu finden ist. Die Fehntjer verpflichteten Alexander Geis vom TuS Middels neu für den Angriff. „Er ist nicht zwei Meter groß wie Hauke“, sagt Bölts. Um schmunzelnd hinzuzufügen: „Aber deutlich schneller als Hauke.“ Der hielt das allerdings für ein Gerücht. „Qualitativ sind wir kommende Saison komplett anders besetzt“, sagt Bölts. Aber die Testspiele hätten gezeigt, dass es gut funktioniert. Auch für Fußball-Obmann Alexander Wiese sind die Positionswechsel innerhalb des Teams die Konsequenz aus den personellen Wechseln. „Wir wollen unberechenbar sein“, setzt er verschmitzt hinzu.

Hauke Specht ist froh, dass er weiter für die Fehntjer aktiv bleiben kann. Er stuft die Zusammensetzung der Mannschaft als eine gute Mischung aus jungen und gestandenen Bezirksligaspielern ein. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 25,9 Jahren. „Wir wollen weiter junge Spieler integrieren und Talente binden“, sagt Specht. Er hat dabei auch die zweite Mannschaft, die U23, im Blick. Deren Durchschnittsalter beträgt 23,5 Jahre. Für den Nachwuchs attraktiv zu bleiben, sei nicht ganz so einfach: „Aber an einigen Stellschrauben haben wir schon gedreht.“

Auftrag zum Bau der Flutlichtanlage vergeben

Die Sportanlage ist von jeher ein Vorzeigeobjekt. Und jetzt kommt noch ein Kunstrasenplatz plus Leichtathletikanlage dazu. Das Mühlenstadion wird darüber hinaus mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. „Den Auftrag haben wir am Montag vergeben“, teilte Vereinsvorsitzender Erwin Bohlen im Rahmen der Mannschaftsvorstellung mit. Und sollte es mit der Fertigstellung bis zum Oktober klappen, dann hat Alexander Wiese auch bereits eine Absprache für ein Freitagabendspiel. Grundsätzlich wollen die Fehntjer ihre Heimspiele aber, wie gehabt, an Sonnabenden austragen.

23 Spieler gehören zum Kader. Damit haben die Fehntjer ein Ziel bereits erreicht. Denn so viel sollten es sein. Das war der Plan. Und wie war das jetzt mit dem Saisonziel? „Wir wollen oben angreifen. Die Breite haben wir im Kader“, sagt Le Tran. Für ganz oben gehört für ihn dann aber auch das Glück dazu.

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