Ostfriesland Cup  Middels scheidet gegen Esens im Viertelfinale unglücklich aus

Wilfried Gronewold
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Von Wilfried Gronewold
| 23.07.2023 19:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Middelser Torwart Marco Maaß ahnt die richtige Ecke beim Schuss von Frank Til. Der Schiedsrichter sah ein regelwidriges Verhalten von Maaß. Der Elfer musste wiederholt werden. Im zweiten Versuch war Til dann erfolgreich. Esens gewann zum Schluss mit 8:7. Fotos: Wilfried Gronewold
Der Middelser Torwart Marco Maaß ahnt die richtige Ecke beim Schuss von Frank Til. Der Schiedsrichter sah ein regelwidriges Verhalten von Maaß. Der Elfer musste wiederholt werden. Im zweiten Versuch war Til dann erfolgreich. Esens gewann zum Schluss mit 8:7. Fotos: Wilfried Gronewold
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Drei Handelfmeter gegen den TuS sorgten beim Ostfriesland Cup für Gesprächsstoff. Die Entscheidung fiel aber erst im Elfmeterschießen

Middels – Zehn Minuten sah es aus, als würde Landesligist TuS Esens beim Bezirksligisten Middels am Sonnabendnachmittag vorzeitig den Einzug ins Halbfinale beim Ostfriesland Cup klar machen. Zwei Torchancen in den ersten Minuten ließen diesen Eindruck zu. Doch der Schein trügte. Der Auftakt verlief dann doch anders. Obwohl Esens spielerisch überzeugte, hielt Middels mit Kampf dagegen. Wie aus dem Nichts erzielte Dirok Omar in der elften Minute aus wenigen Metern den Middelser Führungstreffer. Nur fünf Minuten später erhöhte Felix Schmauder aus halblinker Position mit einem strammen Schuss in die lange Ecke zum 2:0.

Esens erarbeitete sich in der Folge immer wieder gute Torchancen, blieb aber im Abschluss unglücklich. Für den Anschlusstreffer der Esenser sorgte dann ein Strafstoß nach einem Middelser Handspiel in der 25. Spielminute. Es sollten noch weitere Handspiele folgen. Niklas Sukowski traf zum 2:1. Middels erkämpfte sich in der 41. Spielminute einen Freistoß. Den verwandelte Glen Sokoli aus rund 20 Metern Entfernung direkt zur 3:1 Halbzeitführung. „Wir haben in der ersten Halbzeit stark gespielt und verdient geführt“, befand Middels Trainer Tobias Ryl.

Kampfbetontes Duell

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor. Esens erarbeitete sich zahlreiche Torchancen, blieb aber im Abschluss uneffektiv. Das lag auch an den Gastgebern, die Kampfgeist zeigten und mit Mann und Maus die Halbzeitführung verteidigten. In der 49. Spielminute krachte ein direkter Esenser Freistoß über die Mauer an die Latte. Ab der 52. Spielminute war Middels dann in Unterzahl. Felix Schmauder grätschte einem Gegenspieler an der Mittellinie von hinten in die Beine. Der Schiedsrichter ahndete das Foul mit Gelb-Rot. Das Spiel verlief in der Folge weiter kampfbetont. Esens verpasste viele Chancen. In der 68. Spielminute dann Gewusel vor dem leeren Middelser Tor. Ein Middelser Feldspieler klärte auf der Linie.

Nur zwei Minuten später wieder eine Chance für Esens. Ein Fallrückzieher nach Eckball blieb jedoch ohne zählbaren Erfolg. Kurz darauf war dann erneut eine Middelser Hand im Spiel und der Unparteiische entschied wieder auf Strafstoß für Esens. Den verwandelte Sukowski erneut ohne Probleme zum 2:3-Anschlusstreffer für sein Team.

Ausgleich in der Nachspielzeit

In der 79. Spielminute kam ein Esenser Spieler vor dem Middelser Tor zum Torschuss, der aber über das Gehäuse flog. Middels kam dem Halbfinaleinzug immer näher. Das änderte sich in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Der Unparteiische erkannte zum dritten Mal ein Handspiel gegen Middels und der Esenser Malte Ahrends verwandelte den fälligen Strafstoß zum Ausgleich. Kurz danach der Abpfiff.

Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Hier parierte Middels Keeper Marco Maaß den fünften Elfmeter von Frank Til. Der Schiedrichter entschied jedoch, dass sich Maaß zu früh von der Linie bewegte und ließ den Elfmeter wiederholen. Jetzt verwandelte Til.

Den folgenden Elfmeter von Middels parierte Esens Torwart Jannes Havemann zum 7:8-Endstand. Esens spielt im Halbfinale am Mittwoch gegen den Sieger aus der letzten Viertelfinalbegegnung zwischen Wallinghausen und Pewsum.

Tore: 1:0 Omar (11.), 2:0 Schmauder (16.), 2:1 Sukowski (35./Handelfmeter), 3:1 (Sokoli (41.), 3:2 Sukowski (72./HE), 3:3 Ahrends (90.+5/HE), 7:8 nach Elfmeterschießen.

Gelb-Rot: Schmauder (52.)

TuS Middels: Maaß, Wirz (62. Balhas), Schmauder, Doumbia, Kiasuva (79. Hollmann), Rasim, Kübler, Omar, Hedirovi, Sokoli (64. Solomon), Ivaniadze.

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