Bremen Es geht um 800 Kilo Marihuana und kiloweise Koks: Schlag gegen Drogenhandel in Bremen
Den Bremer Strafverfolgungsbehörden ist am Mittwoch im Zusammenhang mit Encrochat-Ermittlungen ein weiterer Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Es geht um große Mengen und viel Geld.
Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, ermittelt die Ermittlungsgruppe Barca des Landeskriminalamtes Bremen seit Mai 2022 im Auftrag der Staatsanwaltschaft gegen sechs Männer im Alter zwischen 26 und 41 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Zusammensetzung mehrere Taten des gewerbsmäßigen Drogenhandels mit insgesamt rund 800 Kilo Marihuana und drei Kilo Kokain begangen zu haben.
Der dringende Tatverdacht ergibt sich laut Polizei insbesondere aus der Auswertung der kryptierten Kommunikation, die die Beschuldigten mithilfe von Krypto-Smartphones führten sowie aus den darauf stützend weitergeführten Ermittlungen. Bereits in den vergangenen Monaten haben diese sogenannten Encrochat-Ermittlungen immer wieder zu Erfolgen im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel geführt.
Die Ermittler sowie Spezialkräfte der Polizei Bremen durchsuchten am Mittwoch in den Morgenstunden insgesamt neun Wohnungen und andere Räumlichkeiten in Bremen. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten dabei nach Angaben der Polizei unter anderem Drogen, Bargeld und hochwertige Uhren. „Außerdem konnten Vermögensarreste in Höhe von mehr als 1,4 Millionen Euro erwirkt werden“, teilten die Beamten mit. Die mutmaßlichen Täter wurden angetroffen und verhaftet.
Die komplexen Ermittlungen unter Federführung der Staatsanwaltschaft gegen die Verdächtigen dauern an.