Neue Leichtathletikanlage SV Großefehn plant Umsetzung in Eigenregie
Der SV Großefehn beginnt mit dem Bau des Kunstrasenplatzes. Parallel beantragt der Sportverein, die Leichtathletikanlage in Eigenregie sanieren zu dürfen. Darüber entscheidet nun die Politik.
Großefehn - Kurzfristig tagen am Mittwoch gleich zwei Fachausschüsse und der Fehntjer Rat inmitten der Sommerferien. Grund für die ungewöhnlichen Sitzungen ist ein Vorhaben des SV Großefehn. So laufen dort die ersten Vorarbeiten zur Erstellung des Kunstrasenplatzes, wie Vorsitzender Erwin Bohlen auf Nachfrage mitteilte. Bereits am Montag begannen die Erdarbeiten. Die Zuschüsse dafür stehen, auch die Gemeinde beteiligt sich mit 230.000 Euro. Doch ist der Kunstrasenplatz nicht das einzige geplante Großprojekt auf dem Gelände nahe der Kooperativen Gesamtschule (KGS). So hatten Gemeinde und Sportverein darauf gehofft, dass parallel auch die Leichtathletikanlage erneuert werden kann. Doch hierfür fehle nach wie vor die Förderzusage, teilt die Gemeinde in einer Vorlage für die politischen Gremien mit.
Sollte der Kunstrasenbereich fertiggestellt sein, bevor mit der Sanierung der Laufbahn begonnen werden kann, sind Arbeiten doppelt auszuführen. Auch die Kosten würden nach Angabe der Verwaltung steigen. Teilbereiche müssten zunächst hergerichtet und später wieder zurückgebaut werden. Auch deshalb fände der Vorstand des SV es ideal, wenn die Leichtathletikanlage direkt im Anschluss an das andere Großprojekt, den Kunstrasenplatz, realisiert würde, so Bohlen. Um doch noch eine zeitnahe Realisierung des Projekts zu ermöglichen, bietet der SV Großefehn der Gemeinde an, die Sanierung der Leichtathletikanlage in Eigenregie zu übernehmen und sich auch an den Kosten zu beteiligen. „Darüber muss die Politik nun abstimmen“, so der Vorsitzende.
KGS profitiert von einer neuen Anlage
Rund 250.000 Euro schlägt die Verwaltung als Eigenanteil der Gemeinde vor. Das entspreche der Summe, die auch im Falle einer Förderung durch die Fehntjer selbst aufzubringen gewesen wäre. Die weiteren 250.000 Euro würde der Sportverein beisteuern. „Es gibt noch eine Finanzierungslücke. Aber wir sind optimistisch diese durch Sponsoren und Zuschüssen füllen zu können“, sagt Bohlen.
Die Sprunganlage sowie der Kugelstoßring seien sanierungsbedürftig, die Sprintbahn lediglich geschottert, beschreibt Bohlen. Da möchte der Verein gerne ran und die Laufbahn sowie den Hoch- und Weitsprungbereich erneuern. Dies käme auch der KGS zugute. Denn derzeit sei dort Schulsport im Leichtathletikbereich kaum möglich, sagt der Vereinsvorsitzende. Der SV hat einen langjährigen Pachtvertrag für die Sportanlage, würde aber auf fremden Grund bauen.
Am liebsten würde der Verein noch in diesem Jahr mit der Baumaßnahme beginnen. Um möglichst schnell die Planungen voranzutreiben und eine Baufirma zu finden, erhofft sich Bohlen eine kurzfristige positive Entscheidung der Politik. Diese kommt am Mittwoch, 19. Juli, zusammen. Um 17 Uhr tagen zunächst die beiden Fachausschüsse Finanzen und Sport gemeinsam im Sitzungssaal des Bürgerhauses. Um 19 Uhr beginnt dort dann die Ratssitzung.