Großveranstaltung steht bevor Simonswolde - Super-Flohmarkt mit Nachtbetrieb und Feuerwerk
Am 25. und 26. August steht Simonswolde Kopf: Dann findet dort der Flohmarkt statt, der zu den größten in der Region zählt - und der einige Besonderheiten im Programm hat.
Simonswolde - Einmal im Jahr am letzten Wochenende im August steht Simonswolde ganz im Rampenlicht der Öffentlichkeit, dann, wenn Flohmarktzeit ist. In den zurückliegenden vier Jahrzehnten hat sich der Flohmarkt zu einem der größten in der Region und weit darüber hinaus entwickelt. Nunmehr zum 40-jährigen Bestehen, so Veranstalter Sascha Harms, finde am Sonnabend gegen 22 Uhr ein achtminütiges musikalisches Feuerwerk am Manneweg statt. Die Feuerwehr und die Dorfarbeitsgemeinschaft schmücken zudem Bögen und die Bevölkerung wir angehalten, die Vorgärten bunt zu dekorieren.
„Wir freuen uns riesig in Simonswolde und sind stolz“, sagte Ortsbürgermeister Hinrich Päben, „dass bei uns wieder der Flohmarkt stattfindet. Ich denke, sehr viele Anbieter und Besucher werden nach Simonswolde kommen, auch wenn die Preise insgesamt ein wenig gestiegen sind. Es ist aber alles noch im Rahmen und machbar.“
25.000 Besucher erwartet
Tausende werden sich sicherlich am Sonnabend, 26. August, und Sonntag, 27. August, auf den Weg machen in die Ortschaft am idyllischen Sandwater, auf der Jagd nach einem Schnäppchen. In den Straßen Simonswoldes werden wieder die Beschicker ihre Ware anbieten und mit den Besuchern handeln und feilschen, bis schließlich ein Verkauf zustande kommt oder auch nicht. Horst Harms rechnet mit ca. 25.000 Besuchern.
Etwas Besonderes ist für viele Schnäppchenjäger Jahr für Jahr der Nachtflohmarkt am Samstagabend. Ausgerüstet mit Taschenlampen und anderen diversen Hilfsmitteln wird in der Dunkelheit an den Ständen nach dem vermeintlichen Schnäppchen gestöbert und gesucht. Es darf jedoch am Sonnabend erst um 14 Uhr mit dem Verkauf begonnen werden. Wer sich nicht daran hält, wird sanktioniert.
Alles fing klein an
Für die Simonswoldmer, sie fiebern das ganze Jahr darauf hin, ist es nicht nur der Flohmarkt, es ist auch ein Wochenende zum gegenseitigen Besuchen, Treffen und Feiern in geselliger Runde.
Dass dieser Flohmarkt einmal solche Ausmaße annehmen würde, konnte niemand erahnen, als dieser einst von dem langjährigen Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Gerhard Kromminga, initiiert wurde. Zunächst waren es einige wenige Stände verteilt auf 150 Metern von der Gaststätte Redenius bis zur Kirche; der endgültige Durchbruch gelang während der 700-Jahrfeier Simonswoldes (1987). Danach stieg die Anzahl der Anbieter und Besucher kontinuierlich bis zum heutigen Tage. Dieses Mal werden wohl um die 450 Verkäufer vor Ort sein, von überall haben sich bereits etliche angemeldet, so das Harms-Team. Die Standgebühren betragen für Trödler für einen Tag neun Euro pro Meter, für zwei Tage 15 Euro pro Meter, für Neuware einen Tag 17 Euro pro Meter, für beide Tage 25 Euro pro Meter; Anwohner, die auf ihrer Anfahrt aufbauen, bezahlen eine einmalige Gebühr von insgesamt 15 Euro.
Drei Kilometer lang
Dreißig Mal lag die Verantwortung für die Durchführung des Flohmarktes in den Händen der Simonswoldmer Werbegemeinschaft. Doch dann sah sie sich 2011 nicht mehr in der Lage dazu und ein professioneller Veranstalter übernahm. Seit 2017 hat nun das Familienunternehmen „Harms Flohmärkte“ die Durchführung und Verantwortung übernommen in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Ortsrat und der Dorfarbeitsgemeinschaft Simonswolde.
Der Flohmarkt erstreckt sich über drei Kilometer über die „Ihlower Straße“, mitten durch das Kerndorf, „Am Sandwater“ und zum Teil „Zum Sportcentrum“. Mehrere Tausend Parkplätze stehen am Kampenweg und an der Oldersumer Straße zur Verfügung sowie ausreichend sanitäre Anlagen.
Hubschrauber-Rundflüge im Programm
Erstmals gab es im vergangenen Jahr bei einem Simonsoldmer Flohmarkt das Angebot von Hubschrauberflügen. Da es so gut angenommen, haben die Besucher auch dieses Mal die Möglichkeit, Ihlow von oben zu sehen.
Großen Wert legen die Macher des Simonswoldmer Flohmarktes auf die Sicherheit. Ein Rettungsdienst wird die beiden Tage vor Ort sein; die Feuerwehr fährt am Samstag, um 18 Uhr, mit einem Fahrzeug durch die Straßen und kontrolliert, ob die 3, 50 Meter breite Rettungsgasse auf der gesamten Flohmarkstrecke eingehalten wird.
2001 wurde für den Flohmarkt zusammen mit dem Landkreis Aurich das erste Verkehrskonzept entwickelt, zuvor sei es nicht nötig gewesen, berichtete dessen Mitarbeiter Erich Rieger. Als es 2010/2011 recht chaotisch zuging, insbesondere mit dem Parken, wurde daraufhin ein neues Verkehrskonzept geschaffen, dass jedes Jahr nur noch angepasst werden muss. Mittlerweile werden beim Simonswoldmer Flohmarkt über 80 Halteverbotsschilder aufgestellt, das seien für eine Veranstaltung im Landkreis Aurich wohl die meisten, so der Verkehrsexperte des Landkreises Aurich.