Krimi beim Ostfriesland-Cup TuS Middels gewinnt im Elfmeterschießen
Die Middelser haben am Sonntagabend im Achtelfinale des Turniers TuRa Westrhauderfehn ausgeschaltet. Dabei waren sie schon auf der Verliererseite.
Middels - Bezirksligist TuS Middels ist beim Fußballturnier um den Ostfrieslandpokal megaspannend ins Viertelfinale eingezogen. Die Mannschaft gewann unter Neu-Trainer Tobias Ryl am Sonntagabend das Achtelfinale gegen den Ligakonkurrenten TuRa 07 Westrhauderfehn im sechsten Durchgang des Elfmeterschießens mit 6:5 Toren. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Die Fehntjer, die mit Michael Zuidema ebenfalls unter einem neuen Trainer in die Saison gehen und dort mit Blick auf ihre Neuzugänge hoch gehandelt werden, setzten zwar den ersten Akzent. Durch eben einen ihrer Neuzugänge. Den vom Oberliga-Absteiger BW Papenburg gewechselten torgefährlichen Janek de Buhr. Sein Kopfball ging jedoch knapp am Tor vorbei.
TuS Middels – TuRa Westrhauderfehn 6:5 (1:1, 1:0)
Tore: 1:0 Lakeberg (38. Spielminute), 1:1 Mansholt (47.), 6:5 nach Elfmeterschießen.
TuS Middels: Kempisty; Wirz, Lakeberg, Solomon, Hollmann, Doumbia, Rasim, Kübler, Omar, Voigt (43. Corell), G. Sokoli.
TuRa Westrhauderfehn: N. Marks, Bohlen, Weber, Janßen, Jauken, Mansholt, Weßling, Stührenberg, Möhlmann, de Buhr, J. Marks.
Gut eingestellt, sehr geordnet und mannschaftlich geschlossen bekamen dann jedoch die Middelser Oberwasser. Und sie hatten auch gute Torchancen. Fernschüsse von Gyoksel Rasim, Mohamed Junior Doumbia, Glen Sokoli und Christoph Wirz blieben jedoch ebenso ohne Erfolg wie in der 18. Spielminute der Kopfball von Jan Lakeberg nach einer Ecke. Der Ball landete auf dem Tornetz. Und auch in der 35. Spielminute, nach einem Diagonalball von Lakeberg auf Kevin Hollmann, durften die Middelser nicht jubeln. Noch nicht. Aber drei Minuten später. Nach einem Freistoß von Rasim nickte der im Strafraum völlig freistehende Lakeberg den Ball per Kopf aus rund fünf Metern zum 1:0 für den TuS ein.
Erste Halbzeit mit spannender Schlussphase
Die Fehntjer sorgten zwischen der 20. und 40. Minute kaum für Torgefahr. Das sollte sich in der spannenden Schlussphase einer insgesamt interessanten ersten Halbzeit aber ändern. Drei Minuten vor Schluss bewahrte die Latte nach einem Schuss von Jonte Marks die Middelser vor dem Ausgleich. Anders herum mussten aber die Fehntjer dann froh sein, nach einem Middelser Konter nicht mit einem 0:2 in die Pause gegangen zu sein. Hollmann hatte sich über die linke Außenseite sehr gut durchgesetzt, der kurz zuvor eingewechselte Hennig Corell schloss ab. Der Ball sprang jedoch vom Innenpfosten nicht hinter die Torlinie, sondern wieder heraus. Corell war verletzungsbedingt für Marco Voigt gekommen.
In der zweiten Halbzeit ein anderes Bild. Wieder war es de Buhr, der gleich für Alarm sorgte. Kurz darauf fingen sich die Middelser den Ausgleich. Er resultierte aus einem Gewusel im Strafraum mit Timo Mansholt als Torschützen. Dreh- und Angelpunkt im Fehntjer Angriff aber blieb de Buhr. Von den Middelsern ging in der zweiten Halbzeit insgesamt wenig Torgefahr aus. Hollmann hatte in der 62. Spielminute allerdings eine große Chance zum 2:1. Er lief allein auf TuRa-Torwart Nils Marks zu, umkurvte ihn, hatte sich den Ball aber zu weit vorgelegt.
Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Für TuRa verwandelte zunächst Onno Janßen, für Middels Glen Sokoli. Für TuRa traf dann Jonte Marks. Der Middelser Gyoksel Rasim schoss den Ball über das Tor. Anschließend trafen Janek de Buhr und Sönke Weßling für TuRa sowie Henning Corell und Kevin Hollmann für Middels. Der fünfte Fehntjer Torschütze, Julian Jauken, hätte für seine Mannschaft alles klarmachen können. Doch TuS-Torwart Kacper Kempisty klärte stark. Kempisty selbst glich dann für die Middelser aus. Marne Stührenberg vergab für die Fehntjer. Jan Lakeberg schoss den TuS ins Viertelfinale.