Bremen Zahlreiche Bußgelder und Fahrverbote für Raser und Poser in Bremen
Nach einer Kontrolle in der Raser- und Poser-Szene in Bremen hat die Polizei zahlreiche, zum Teil empfindliche Strafen ausgesprochen. In einem Fall wollte ein Autofahrer offensichtlich absichtlich eine Möwe überfahren.
Die Polizei Bremen hat am Freitag in der Überseestadt empfindliche Bußgelder und Fahrverbote gegenüber Rasern und Auto-Posern verhängt. Laut einer Mitteilung war sie Hinweisen aus der Bevölkerung gefolgt, worauf Beamte des Kontaktdienstes West und der spezialisierten Verkehrsüberwachung an der Eduard-Suling-Straße und auf dem Kommodore-Johnsen-Boulevard die Fahrerinnen und Fahrer kontrollierten.
Insgesamt maßen die Polizisten die Geschwindigkeit von 1800 Fahrzeugen, dabei stellten sie 110 Verstöße fest. Negative Höhepunkte in dieser Hinsicht waren zwei Autofahrer, die innerorts mit Tempo 102 und 105 unterwegs waren. Gegen sie wurden Fahrverbote ausgesprochen.
Drei Autofahrer, die der Raser- und Poser-Szene zuzuordnen waren, wurden den Angaben zufolge „wegen des unnützen Hin-und Herfahrens“ mit einem empfindlichen Bußgeld von jeweils 100 Euro belegt. Ein weiterer Autofahrer wollte offensichtlich absichtlich eine Möwe überfahren, bei ihm fanden die Polizistinnen und Polizisten Marihuana im Auto, das dem Beifahrer gehörte. Auch hier wurde eine entsprechende Anzeige gefertigt. Zudem spürten die Polizisten einen Autodieb auf, der sich einer Kontrolle entziehen wollte, indem er den gestohlenen VW Golf auf einem Parkplatz in der Überseestadt parkte und zu Fuß flüchtete. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.
Die Polizei Bremen kündigt an, auch zukünftig solche zielgerichteten Verkehrskontrollen durchzuführen. Auf diese Weise sollen zum Beispiel Autorennen sowie Raser und Poser bekämpft werden, um schwere Verkehrsunfälle zu verhindern.