Razzia in Aurich  „Sportsbar“ durchsucht und geschlossen

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 07.07.2023 17:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die „Sportsbar“ in der Kirchdorfer Straße wurde am Donnerstag durchsucht. Foto: Matthias Hippen
Die „Sportsbar“ in der Kirchdorfer Straße wurde am Donnerstag durchsucht. Foto: Matthias Hippen
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Am Donnerstagabend wurde die „Sportsbar“ in Aurich von mehreren Behörden kontrolliert und anschließend geschlossen. Ein weiteres Gebäude stand im Visier der Ermittler.

Aurich - Am Donnerstagabend sorgte ein Polizeieinsatz in der Kirchdorfer Straße für Aufsehen. An der „Sportsbar“, kurz vor der Kreuzung Julianenburger Straße und Fischteichweg, fand eine behördenübergreifende Razzia statt. Das bestätigte Polizeisprecherin Wiebke Baden auf ON-Anfrage.

Beteiligt waren demnach neben der Polizei auch der Zoll sowie die Stadt Aurich mit dem Gewerbeaufsichtsamt sowie dem Ordnungsamt. Beantragt worden war die Durchsuchung der „Sportsbar“ sowie eines weiteren Gebäudes am Auricher ZOB von der Staatsanwaltschaft. Was genau gesucht und was gefunden wurde, mochte Baden am Freitag noch nicht sagen. Die Auswertung laufe noch. Aber der Einsatz habe sich gelohnt.

„Sportsbar“ schon 2019 im Blickfeld der Polizei

Für die Auswertung des Einsatzes wird wohl mehr Zeit benötigt. Denn die „Sportsbar“ wurde geschlossen. Der Eingang wurde von der Polizei versiegelt.

Schon kurz nach dem Einsatz gab es die ersten Mutmaßungen in den sozialen Netzwerken. Einer davon trat Baden entgegen: Es habe keine Beteiligung eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) gegeben.

Nicht zum ersten Mal ist die „Sportsbar“ in der Kirchdorfer Straße ins Blickfeld der Polizei geraten. Bis 2019 hatte ein damals 45-Jähriger das Lokal genutzt, um einen umfangreichen Drogenhandel zu betreiben. Er war Ende 2019 zu acht Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Die Geschäfte sollen damals wie in einem Coffee-Shop abgelaufen sein, hieß es in der Urteilsbegründung am Auricher Landgericht.

Die Waren, also die Drogen, waren damals laut Gericht kiloweise aus dem niederländischen Hogezand nach Aurich importiert worden. 14 Fahrten tauchten letztlich im Urteil auf. Allesamt im Zeitraum von Ende November 2018 bis zum 18. Januar 2019. Damals wurde der Hauptangeklagte bei einer Verkehrskontrolle festgenommen.

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