Fußball-Ostfrieslandcup  Noch Sand im Getriebe

| | 07.07.2023 13:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Erleichterung bei den Fehntjern: Sven Adam (Mitte) hat zwei Minuten vor dem Ende den Elfmeter zum 3:2 verwandelt. Foto: Wilfried Gronewold
Erleichterung bei den Fehntjern: Sven Adam (Mitte) hat zwei Minuten vor dem Ende den Elfmeter zum 3:2 verwandelt. Foto: Wilfried Gronewold
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Der SV Großefehn mühte sich im Ostfrieslandcup zu einem 4:2-Sieg gegen Holtriem. Warum die Fehntjer möglichst bis zum Finale im Turnier bleiben wollen.

Großefehn - Es war ein typisches Pokalspiel, in dem die klassentiefere Mannschaft den Favoriten in arge Bedrängnis gebracht hatte, aber am Ende dann doch verlor. In einem turbulenten Achtelfinal-Spiel gewann der SV Großefehn am Ende mit 4:2 gegen den TuS Holtriem und zog in das Viertelfinale des Ostfrieslandcups ein. Trainer Bi Le Tran merkte zwar an, dass die Mannschaft gerade erst wieder in die Vorbereitung eingestiegen ist. „Es war aber trotzdem kein gutes Spiel von uns“, sagte Le Tran.

Bis zur Halbzeit mussten die rund 200 Zuschauer in Westerholt auf Tore verzichten, dann rappelte es gewaltig. Der Vizemeister der Bezirksliga schaffte mit einem schnellen Doppelpack die 2:0-Führung. Neuzugang Alexander Geis umkurvte Holtriems Torhüter Steffen Eilers und traf zum 1:0. Lennard Martens vernaschte wenig später zwei Gegenspieler und traf zur vermeintlich beruhigenden 2:0-Führung.

Handelfmeter entscheidet Achtelfinale

Doch Holtriem hat einen richtigen Torjäger in seinen Reihen. Torsten Lettau stand zweimal goldrichtig. In der 54. Minute staubte er zum Anschlusstreffer ab, wenige Minuten später erzielte er mit der Fußspitze den zwischenzeitlichen Ausgleich. Sehr zum Ärger von Großefehns Trainer Bi Le Tran. „Wir sahen wie der sichere Sieger aus, nach dem Ausgleich war es ein richtiges Kampfspiel.“

Eigentlich rechneten die Zuschauer bereits mit einem Elfmeterschießen, dann zeigte Schiedsrichter Kristian van Vügt auf den Punkt. Er hatte ein Handspiel eines Holtriemers gesehen. Der Fehntjer Sven Adam blieb gelassen und traf zum 3:2 für Großefehn. Tobias Hillers sorgte in der Nachspielzeit mit einem Schuss aus 25 Metern für den 4:2-Endstand. „Am Ende waren wir auch platt. Deswegen ist das Endergebnis für uns auch positiv“, sagte Le Tran. Einige Neuzugänge hatte der Fehntjer Trainer im Achtelfinale des Ostfrieslandpokals aufgeboten. Auch weil ihm mit Holger Wulff, Tom Böhling oder Janek Freudenberg wichtige Stammkräfte fehlten. „Das muss sich auf dem Platz alles noch finden“, so Le Tran. Der Ostfrieslandpokal ist für alle Teilnehmer eine lukrative Angelegenheit. Insgesamt werden 32 000 Euro an Prämien an die Mannschaften ausgeschüttet. „Das ist schon ein toller Wettbewerb, der auch gut für die Mannschaftskasse sein kann. Es macht unheimlichen Spaß und ist toll organisiert“, sagt der Fehntjer Trainer.

Endspiel in Großefehn

Für den SV Großefehn gibt es seit Donnerstagabend einen zusätzlichen Anreiz, möglichst bis zum Finale im Turnier zu bleiben.

Denn: Das diesjährige Finale wird am Sonnabend, 29. Juli, im Fehntjer Mühlenstadion ausgetragen. „Das haben wir am Rande des Spiels erfahren“, so Le Tran. Und gering ist die Chance nicht. Mit Kickers Emden hatte die ranghöchste Mannschaft im Vorfeld abgesagt. Favorit und Titelverteidiger GW Firrel verlor das Auftaktspiel gegen die Sportfreunde Larrelt überraschend mit 0:1. Großefehn spielt nun am Freitag 21. Juli, das Viertelfinale beim TV Bunde. „Das wird ein schweres Spiel, danach hätten wir dann zwei Heimspiele“, sagte Le Tran.

Für die Auricher Mannschaften geht es am Sonntag weiter. Dann trifft der TuS Middels im Heimspiel auf TuRa Westrhauderfehn, eine Mannschaft, der in der kommenden Bezirksliga-Saison einiges zugetraut wird. Wallinghausen spielt am Dienstagabend beim SV Hage.

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