EWE-Abrechnungen  Kunden soll kein finanzieller Schaden entstehen

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 30.06.2023 14:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Von der EWE-Zentrale in Oldenburg wurden zahlreiche falsche Mahnungen an Kunden verschickt. Foto: DPA
Von der EWE-Zentrale in Oldenburg wurden zahlreiche falsche Mahnungen an Kunden verschickt. Foto: DPA
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Fehlende Jahresabrechnungen, falsche Mahnungen: EWE-Kunden brauchen derzeit viel Geduld mit ihrem Energieversorger. Dieser gelobt Besserung bis zu einem Stichtag.

Aurich/Oldenburg - Kunden der EWE müssen in diesem Jahr viel Geduld mit ihrem Energieversorger haben. Denn die Jahresabrechnungen lassen auf sich warten. Zudem hat das Oldenburger Unternehmen Mahnungen für Gasabschläge verschickt, obwohl Einzugsermächtigungen vorlagen. Daraus aber soll den Kunden kein finanzieller Schaden entstehen. Das versichert EWE-Sprecher Mathias Radowski auf ON-Anfrage.

Wie schon im Mai verweist er auf die derzeitige Situation am Energiemarkt mit den enorm kurzfristig umzusetzenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Dadurch verschiebe sich bei einigen Kunden die Jahresabrechnung. Zusätzlich gebe es Kunden, die von der EWE weiterhin Leistungen bezögen, aber derzeit noch keinen Abschlag zahlten. „In allen Fällen verzichtet die EWE auf Zinszahlungen.“

Bis August sollen alle Abrechnungen vorliegen

Auch bei Kunden, die im Jahresverlauf zu geringe Abschläge gezahlt hätten und entsprechend mehr Leistungen bezogen als bezahlt hätten, würden keine Zinszahlungen anfallen. Laut Radowski arbeitet der Oldenburger Energieversorger weiterhin mit Hochdruck daran, alle Jahresabrechnungen zu erstellen und zu versenden, die aufgrund der IT-Umsetzung der Preisbremsen zurückgestellt wurden. Dabei gebe es bei der Reihenfolge, in der die Abrechnungen erstellt würden, definitiv keinen Zusammenhang zwischen Zahlungs- und Verbrauchsverhalten der Kunden. „Da die Abschlussrechnungen noch nicht vorliegen, wäre dieses aus gar nicht möglich.“

Daher werden unter den noch wartenden Kunden sowohl Kunden mit einer Nachzahlung an EWE als auch Kunden mit einem Guthaben sein. Bis August, so die Zusage von Mathias Radowski, würden alle Abrechnungen erstellt sein. „Wir sind uns bewusst, dass die Verzögerungen in der Rechnungserstellung und die bei einigen Kunden fehlenden Abschläge zu einer Nachzahlung in der nächsten Rechnung führen können.“ Damit sollen die EWE-Kunden aber nicht alleine gelassen werden. Wenn der Kunde sich frühzeitig nach Erhalt der Rechnung bei der EWE melde, werde gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Vorrangig gehe es dabei dann um eine zinslose Ratenzahlung.

Im Mai hatte Mathias Radowski auf ON-Anfrage gesagt, dass ein menschlicher Fehler dazu geführt habe, dass Tausende EWE-Kunden fälschlicherweise eine Zahlungserinnerung erhalten hätten, obwohl keine offenen Zahlungen vorlagen. Danach sei auch in der Kommunikation mit den Kunden einiges schiefgelaufen. Schließlich hatte die EWE Entschuldigungsschreiben verschickt, in denen der Fehler erklärt worden war.

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