Sportabzeichen-Tag Schwimmen ist K.O.-Kriterium für etliche Kinder im Brookmerland
Am Mittwoch gaben Kinder von vier Grundschulen alles, um beim Werfen, Laufen und Springen Punkte zu machen. Schwimmen entpuppte sich als Problemdisziplin. Die Ursache? Wohl auch geschlossene Bäder.
Brookmerland - Zum wohl größten Sportfest für Grundschüler im Brookmerland versammelten sich am Mittwoch über 400 Schülerinnen und Schüler auf dem Sportplatz in Upgant Schott. Eilert Janssen vom Kreissportbund (KSB) organisierte zusammen mit Imke Goudschaal, Olaf Görner-Thy, Vereinen der Brookmerlander Sport-AG und den Grundschulen die Veranstaltung auch in diesem Jahr. Gekommen waren 25 Klassen der Jahrgänge eins bis vier der Grundschulen aus Osteel, Rechtsupweg, Upgant-Schott und Wirdum. „In Leezdorf möchte die Schule den gerade neuen Sportplatz nutzen, um dort die Leistungen für das Sportabzeichen abzunehmen“, erklärte Janssen.
Für das Sportabzeichen müssen die Schüler bestimmte sportliche Leistungen nachweisen. Schnelligkeit ist beim Laufen über die 30- und 50-Meter-Kurzstrecke gefragt, Ausdauer beweisen die Schüler auf der 800-Meter-Strecke. Koordinationsvermögen und Kraft müssen sie beim Schlagballwurf und den Sprungdisziplinen Weitsprung und Zonenweitsprung beweisen.
Schwimmausbildung durch zwei Einschnitte unterbrochen
Dazu kommt noch der Schwimmnachweis. Jeder, der das Sportabzeichen erwerben will, muss zeigen, dass er 15 Minuten frei schwimmen kann. „Das Schwimmen ist ein K.O.-Kriterium“, so Janssen. Am Ende des Sportabzeichentages könnten eigentlich viel mehr Kinder mit einem Abzeichen nach Hause gehen, aber am Schwimmnachweis scheitern viele, sagte auch Goudschaal.
Zwei Gründe werden für dieses Manko aufgeführt. Zum einen sind es die Nachwirkungen der Coronapandemie. Über zwei Jahre war an Schwimmausbildung und -sport nicht zu denken, „das merkt man jetzt deutlich“, so Goudschaal. Das zweite Problem sei der immer noch bis voraussichtlich November andauernde Ausfall des Marienhafer Störtebekerbades. Schwimmunterricht finde zurzeit, wenn überhaupt, nur im weit entfernten Bad in Pewsum statt.
Eine weitere Folge der Coronapandemie konnte man auch beim Laufen auf der Kurzstrecke beobachten. Vielen der jungen Läufer fehlte es an Koordinationsvermögen, sodass sie die vorgezeichneten Laufbahnen nur schwer einhalten konnten und immer wieder in die Bahn des Nebenläufers gerieten.
Viele Helfer im Einsatz
Damit an einem solchen Vormittag alles reibungslos klappt, sind viele Helfer nötig. Von den Sportvereinen TuRa Marienhafe, TV Marienhafe, TV Osteel und „Goode Trüll“ Upgant-Schott und dem KSB waren 33 Helfer im Einsatz: Starter, Zeitnehmer, Weitenmesser und Startrichter. Die Schulen entsandten Lehrer, Schulbegleiter und Freiwilligendienstler, die die Schüler zu den Sportstätten führten und für die Ergebnisbuchführung sorgten. In den Pausen konnten sich die Kinder mit Obst und Mineralwasser stärkten. Hier waren viele helfende Hände des Fördervereins der Grundschule Upgant-Schott im Einsatz.
Wer am Mittwoch das Sportabzeichen nicht geschafft hat, hat in den Schulen noch Gelegenheit, fehlende Disziplinen nachträglich zu bestehen, so Janssen.