Sanierung der Fußgängerzone Kolonne gingen die Pflastersteine aus
Bis zu den Seehunden in der Burgstraße sind die Pflasterkolonnen mittlerweile vorgedrungen. Nach einer kurzen Pause geht es nun weiter. Woanders gibt es erste Zerstörungen am neuen Mobiliar.
Aurich - Zu wenige Pflastersteine gab es in der vorigen Woche für die Neugestaltung der Auricher Fußgängerzone. Wer es genau beobachtete, sah, dass die ansonsten schnelle Kolonne nicht so recht weiterkam. Das bestätigt Stadtsprecher Johann Stromann auf ON-Anfrage. Es habe wenige Tage lang einen Lieferengpass bei den Pflastersteinen gegeben. „Das hat aber nicht einmal eine Woche lang gedauert.“ Am Dienstag war wieder genug Material vor Ort. Viele Paletten mit Steinen standen auf der bereits fertigen Fläche, die mittlerweile bis zu den wieder aufgebauten Seehunden reicht.
Im Frühjahr gab es bereits einmal einen Lieferengpass bei den schweren Steinen für die Fußgängerzone. Das aber hat laut Johann Stromann nicht dazu geführt, dass sich der Zeitplan für die Fußgängerzone nach hinten verschieben würde. Nach wie vor sehen die Planungen vor, dass die Baukolonnen bis Ende Juli den Marktplatz erreichen werden. „Es wurde nun auch eine weitere Kolonne eingesetzt“, so Stromann. Dann werde pausiert, bis das Auricher Stadtfest gelaufen sei. Das findet am 18. und 19. August statt. Direkt danach wird das Pflaster an der Südseite des Marktplatzes aufgenommen und mit dem letzten Bauabschnitt begonnen.
Ende 2023 ist die Fußgängerzone fertig
Das neue Pflaster der Fußgängerzone muss einiges aushalten. Der Aufbau ist genauso wie bei einer Gewerbestraße. Denn auch wenn die Bezeichnung nur auf die Nutzung von Fußgängern hindeuten würde, gibt es durchaus Schwerlastverkehr in der Fußgängerzone. Schausteller fahren bei den diversen Festen durch Burg- und Osterstraße. Auch zahlreiche Speditionen und Paketzusteller kommen täglich durch die Innenstadt, um Lieferungen zu den Geschäften zu bringen und Paketsendungen abzuholen.
Ende dieses Jahres soll die gesamte Fußgängerzone fertiggestellt sein. Nicht berücksichtigt wird dabei der Marktplatz, auch wenn im Auricher Stadtrat dessen Sanierung immer wieder angemahnt wird. Denn das dortige Pflaster ist nicht barrierefrei und stellt Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator gleichermaßen vor Herausforderungen.
Schnitzereien an den Holzbänken
Mit einem Fest will Bürgermeister Horst Feddermann im Frühjahr 2024 die Sanierung der Fußgängerzone feiern – 50 Jahre, nachdem Burgstraße und Osterstraße zum ersten Mal als Fußgängerzone eingerichtet wurden. Gleichzeitig ist es im Frühling kommenden Jahres fünf Jahre her, dass mit den ersten Tiefbauarbeiten für die Sanierung der Fußgängerzone begonnen worden ist. In einem ersten Schritt wurde das Kanalsystem erneuert. Auch alle Versorger bekamen die Gelegenheit, ihre Leitungen auszutauschen. Provisorisch wurden die Baugruben dann verfüllt. Erst seit Sommer vorigen Jahres wird das neue Pflaster eingebaut. Begonnen wurde damit in der Osterstraße.
Dort gibt es auch bereits das neue Mobiliar. Ausgesucht hatten Bürger und Politik damals Holzbänke. Diese werden von den Nutzern auch als bequem beschrieben. Bernd Ewerth, Leiter des Auricher Tiefbauamtes, ist im Nachhinein nicht ganz so begeistert von der Entscheidung. Das sagte er in der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses in der vergangenen Woche. Denn es seien bereits Schnitzereien in den Bänken zu sehen.
„Ich bin gespannt, wie die in ein paar Jahren aussehen.“ Deshalb setze die Stadtverwaltung außerhalb der Innenstadt auch auf Metallbänke. Denn dort gebe es mehr Vandalismus. „Dennoch sehen die auch nach Jahren noch aus wie neu.“ Man müsse nur einmal im Jahr mit dem Hochdruckreiniger drüber gehen. Es gebe einen weiteren Vorteil bei den Metallbänken: Diese seien nur halb so teuer wie die Holzbänke in der Fußgängerzone.