Bremen/Hannover  Erwartete Unwetter in Deutschland: Göttingen von schweren Gewittern und Hagel betroffen

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 22.06.2023 15:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Blitz schlägt während eines Unwetters in der Nähe von Einbeck im Landkreis Northeim ein. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Ein Blitz schlägt während eines Unwetters in der Nähe von Einbeck im Landkreis Northeim ein. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung präzisiert und warnt nun ab 14 Uhr vor Gewittern und heftigem Starkregen - ausgehend vom Westen Deutschlands. Betroffen ist fast ganz Niedersachsen und Hamburg.

Schwere Gewitter mit Hagel haben in Göttingen am Abend Einsätze von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Das sagte ein Sprecher der Leitstelle am Abend. Es seien beispielsweise Keller vollgelaufen. Nach dem bisherigen Kenntnisstand des Sprechers hat es bislang keine schweren Verkehrsunfälle gegeben. Es sei auch gegenwärtig nicht bekannt, dass ein Baum auf ein Auto oder ein Haus gekracht sei.

Auch über Nordhessen ist bereits ein schweres Unwetter gezogen. In Kassel sagte ein Polizeisprecher am Spätnachmittag, er wisse von „keinem einzigen Einsatz mit Verletzten“. Bei Waldeck am Edersee seien „punktuell Dächer abgedeckt worden“. In Nordhessen seien etliche Keller vollgelaufen und viele Bäume umgefallen, einige auch auf geparkte Autos. Es gebe Hagelschäden an Gebäuden.

Für die erwarteten Unwetter im Nordwesten gibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine Ausweitung nach Norden. Am stärksten betroffen wird wohl der Streifen von Südwestniedersachsen über Vechta und Bremen bis nach Hamburg und ins Wendland sein, wie ein DWD-Sprecher am Donnerstagnachmittag sagte. Heftiger Starkregen werde etwa ab 18 Uhr bis Freitag gegen 10 Uhr erwartet, danach soll sich die Lage beruhigen.

Wetterdienst erwartet heute heftigen Starkregen und Gewitter in der Region Osnabrück

Erwartet werden dem DWD-Sprecher zufolge 30 Liter bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter, teils sind lokal aber auch 100 Liter bis 150 Liter in der Spitze möglich. Bremen und Hannover gehören zu den Städten im Norden Deutschlands, für die die zweithöchste Unwetter-Warnstufe veröffentlicht wurde.

„Unter anderem sind Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen möglich“, warnte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag in Essen. Konkret mahnten die Meteorologen: „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Angesichts der drohenden Unwetter mit heftigen Regenfällen hatten Experten am Donnerstag schon vor möglichen Hochwassern in Niedersachsen gewarnt. „Ab heute Nachmittag bis in die Morgenstunden zum Freitag sind aufgrund von lokal teils extrem heftigen Starkregen starke Wasserstandsanstiege insbesondere in Bächen und kleineren Flüssen möglich“, teilte die Hochwasservorhersagezentrale in Hildesheim mit. Die genaue Lage und Intensität der Niederschläge könne aktuell nicht zuverlässig vorhergesagt werden.

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